Diskutieren Sie mit uns!

Volker SeifertSehr geehrte Damen und Herren,
werte Kunden,

wie Sie alle wissen, wurde in dem Koalitionsvertrag unserer Bundesregierung vereinbart, dass zum 01.01.2015 in Deutschland ein Mindestlohn von 8,50 € eingeführt werden soll. Dies wurde nun auch im Bundestag beschlossen.

Ich persönlich, als Firmeninhaber, begrüße es sehr, dass unsere Politiker es endlich verstanden haben, eine Lohnuntergrenze zu schaffen, auch wenn auf uns als Betriebe größere Veränderungen zukommen.

Zum Einen bin ich froh, dass wir unseren Mitarbeitern den Lohn zahlen können, der ihnen zusteht. Bisher war dies leider nicht in allen Bereichen unseres Unternehmens möglich, da das Verhältnis der Lohnkosten zum Umsatz, im Branchenschnitt, maximal zwischen 40%-45 % liegen darf. Jeder Wert, der sich über 45% bewegt, wirkt sich schnell auf die Liquidität eines Unternehmens aus, bis hin zur Insolvenzgefahr.Zitatebox2

Zum Anderen wird es durch dieses Gesetz  auf dem Arbeitsmarkt zu einer Gleichstellung aller Betriebe kommen, sodass die Unternehmen, welche mit Dumpingpreisen ihre Produkte noch am Markt verkaufen und dies über ihre Personalkosten steuern, gezwungen sind, gleichberechtigte Kostenstrukturen in ihrem Betrieb zu schaffen.

Wie bereits gesagt, kann diese Lohnsteigerung nur zur Ausführung kommen, wenn dementsprechend auch der Umsatz dies gewährleistet. Diese Umsatzsteigerung, welche viele Betriebe in verschiedenen Branchen betrifft, kann nur über eine Erhöhung der Preise realisiert werden.

Da wir unseren Kunden nicht zumuten möchten, dass ab Januar Preissteigerungen im zweistelligen Prozentbereich vorgenommen werden, haben wir uns, in Absprache mit allen Unternehmensgremien, dazu entschlossen, ab 01.08.2014 unsere Produkte, ausgenommen alle Brötchen-Sorten, zwischen 4% -6%preislich zu erhöhen. Diese Erhöhung fließt komplett in die Lohnzahlung unserer Mitarbeiter.
Da wir schon seit Beginn des Jahres 2014 Lohnanpassungen in verschiedenen Abteilungen vorgenommen haben, wird diese Preiserhöhung die Grundlage für die Lohnerhöhung unserer Mitarbeiter im Verkauf sein.
Dies wurde schon ab 01.07.2014 realisiert.

Zitatebox3Uns ist es sehr wichtig, dass Sie weiterhin, wie Sie es gewohnt sind, mit der guten Qualität und Zuverlässigkeit bedient werden. Es ist für uns keine Alternative, die notwendigen Lohnerhöhungen durch Einsparungen bei den Rohstoffen zu kompensieren.handwerkliche Arbeit
Wir versichern Ihnen, dass die Produkte, die Sie bei uns kaufen, überwiegend mit Rohstoffen aus kontrolliertem Anbau und hier aus der Region kommen.

Ebenso kann ich Ihnen mitteilen, dass wir noch in diesem Jahr den „International Featured Standards Food“ (IFS) zertifizieren und abschließen werden. Dies ist der weltweit höchste Hygiene- und Qualitätsstandard, den ein Unternehmen in der Lebensmittelbranche erreichen kann. Damit haben Sie täglich die Garantie, dass unsere Backwaren unter höchsten Hygieneanforderungen produziert werden.

Werte Kunden,

wir hoffen auf Ihr Verständnis für diese Preisentwicklung und würden uns sehr wünschen und auch darüber freuen, wenn Sie weiterhin in unseren Geschäften Ihre täglichen Backwaren kaufen.
Mit Ihrem Einkauf sichern Sie der Stangengrüner Mühlenbäckerei AG mit seinen 680 Mitarbeitern den Fortbestand zu und auch allen weiteren Unternehmen, mit denen wir geschäftliche Beziehungen unterhalten.
Um Ihnen zu beweisen, dass diese geschriebenen Worte nicht nur so daher gesagt sind, lade ich Sie hiermit auf das Herzlichste in unseren Betrieb nach Lengenfeld ein, sodass Sie sich selbst ein Bild von den Arbeitsbedingungen unserer Mitarbeiter, der Sauberkeit und den Hygienestandards machen können. Natürlich gehört eine gute Tasse Kaffee und ein leckeres Stück Kuchen aus unserer Mühlenbäckerei dazu.

Falls Sie als Kunde mit dieser Preissteigerung nicht einverstanden sind, möchte ich Sie bitten, Ihren Unmut nicht an unseren Mitarbeitern im Verkauf auszulassen. Zitatebox4Hierfür wurde unsererseits eine kostenlose Telefonhotline mit der Nummer 0800/3760637 eingerichtet, wo Sie mit mir persönlich sprechen können.

Desweiteren haben Sie die Möglichkeit über diese Homepage uns Ihre Meinung mitzuteilen. Wir werden uns unverzüglich mit Ihnen in Verbindung setzen.
Zu allerletzt hätten Sie noch die Möglichkeit, einen Vordruck mit Ihrem Namen und Telefonnummer zu versehen und in unserer Filiale abzugeben, so dass wir Sie in den nächsten Tagen zurückrufen können.

Wie Sie sehen können, ist es uns sehr wichtig, dass wir die Möglichkeit haben mit unseren Kunden in Kontakt zu treten und wir uns bemühen, Sie auch weiterhin als Kunde zu behalten.
Durch Ihren täglichen Einkauf in unseren Fachgeschäften, haben Sie mit dazu beigetragen, dass das Unternehmen diese 680 Arbeitsplätze schaffen konnte.
Wir hoffen auch sehr, dass wir weiterhin unseren guten Mitarbeitern, ohne die dieses Unternehmen nicht so bestehen würde, einen sicheren Arbeitsplatz bieten können.

Nehmen Sie mich beim Wort – wir garantieren Ihnen weiterhin täglich zuverlässig, wie gewohnt qualitativ sehr gute Produkte in unseren Fachgeschäften anzubieten.

Wir möchten auch weiterhin Ihr regionaler Bäcker bleiben!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker

Volker Seifert

101 Antworten auf “Diskutieren Sie mit uns!”

  1. Gert Martin sagt:

    Sehr geehrter Herr Seifert,
    Ihre Ausführungen zum Mindestlohn lesen sich zunächst einmal nicht schlecht.
    • Vergleichbare Bezahlung bei allen Konkurrenten.
    • Kein Qualitätsverzicht bei Rohstoffen in Ihrer Bäckerei
    • Preiserhöhung in einzelnen Schritten (die voraussichtliche vom 1.01.2015 kommt im Text noch gar nicht vor)
    Wenn man ein wenig genauer hinschaut kann der Verbraucher die von Ihnen genannten Zahlen zwar gut finden aber nicht nachprüfen. Und das war schon immer so.
    Die Mehrwertsteuererhöhung (1.1.2007) von 16 auf 19% hatte Preiserhöhungen in Ihren Filialen zur Folge. Aber eben nicht nur um 3%!!! Mein damaliger Anruf bei Ihnen bescherte mir Begründungen wie „längst überfällige Anpassungen an gestiegene Rohstoffpreise“ usw.
    Der Weizenpreis hatte Mitte 2012 ein Hoch und war wiederum Anlass zu Preiserhöhungen. In der Zwischenzeit hat sich der Weizenpreis fast halbiert. Von einer Senkung der Preise aufgrund dieser Tatsache habe ich allerdings noch nichts gehört.
    Schauen wir weiter. Eine Lohnerhöhung (Verkäufer) von derzeit durchschnittlich 7,20 € auf 8,50 € ist eine Steigerung von 18%. Klingt gewaltig. Rechtfertigt das allerdings eine zweistellige Preiserhöhung? Niemand weiß nun wieder wieviel der Lohn der Verkäufer vom Gesamtlohn im Unternehmen ausmacht und wie sich das gesamte Lohnaufkommen tatsächlich erhöht. Denn wofür sollte ein Geschäftsführer/Manager oder Vorstand eine 18%ige Lohnerhöhung erhalten, wenn der Mindestlohn eingeführt wird?
    Sicher werde ich Sie nicht überreden, die Preiserhöhungen ausfallen zu lassen. Und die wäre auch kein Problem, wenn Ihre Produkte und Ihre Service sich mehr als deutlich vom Markt abheben würden. Leider ist das nicht so. Wann waren Sie denn zum letzten Mal in einer Filiale und haben unangekündigt die Qualität/Frische der Produkte überprüft oder haben einer Verkäuferin ernsthalt über Kundenwünsche oder Probleme zugehört?
    Als Kunde kaufe ich gern Qualität und angemessen teure Produkte. Außerdem möchte ich mit einem guten Bauchgefühl einkaufen und nicht mit dem Gedanken, dass ich einen einzelnen reich mache.
    Sie sehen also, Ihre Argumentation ist nicht so richtig bei mir angekommen und so werden sich meine Besuche in einer Filiale der Mühlenbäckerei in Zukunft wohl weiter ausdünnen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Gert Martin

    1. VSeifert sagt:

      Werter Herr Martin,

      vielen Dank erst einmal, dass Sie den Kontakt zu uns suchen und ehrlich Ihre Meinung kundtun. Sie schreiben, dass Sie die genannten Zahlen gut finden aber nicht nachprüfen könnten.
      Das ist so nicht richtig, da wir jährlich unseren Jahresabschluss im Handelsregister einreichen, welcher dann veröffentlicht wird.

      Bei der Mehrwertsteuer-Erhöhung 2007 von 16 % auf 19 %, haben sich nur bei uns die Preise geändert, bei den Produkten, die mit 16 % auf 19 % erhöht wurden. Alle anderen Artikel mit 7 %, sind im Preis stabil geblieben.

      Die Verteuerung des Weizenpreises, betraf nicht nur Weizen sondern alle Mehle. Vor der Teuerung kauften wir 100 kg Weizenmehl für 17,50 € ein. Nach der Teuerung stieg der Preis pro 100 kg auf 36 € bis hin zu 40 €. Mittlerweile liegen wir im Weizenmehl-Preis pro 100 kg zwischen 29 € und 32 €. Leider kann ich nicht nachvollziehen, aus welchen Quellen Sie die Information haben, dass der Preis wieder enorm gesunken ist.

      Bei Ihrer Berechnung der Steigerung von 7,20 € auf 8,50 €, müssen Sie bitte berücksichtigen, dass hierbei 25 % Arbeitgeberanteile für Sozialversicherung einberechnet werden. Bei jeder Steigerung des Stundenlohnes, erhöhen sich daher auch wieder parallel die SV-Beiträge. (insgesamt Steigerung 20 %)

      Da Sie meine Vergütung als Vorstandsvorsitzender ansprechen, kann ich Ihnen mitteilen, dass seit 10 Jahren meine Vergütung gleichbleibend ist und sich auch in den Jahren nicht ändern wird. Ihre Befürchtung, dass Sie mit der Preissteigerung nur 1 Person „reich“ machen, kann ich nur auf das Schärfste zurückweisen. Denken Sie wirklich, dass ich mein Lebenswerk, welches ich mit vielen guten Mitarbeitern, mit viel Ausdauer, Risiko und Herzblut aufgebaut habe, einfach so wegschmeiße? Glauben Sie mir, Geld ist nicht alles ! Wir haben für fast 700 Mitarbeiter täglich eine Verantwortung und dieser Verantwortung stelle ich mich auch gerne. Noch dazu wohne ich gern in unserer Region und möchte auch gern hier wohnen bleiben und ich würde mich freuen, wenn sich unser Unternehmen weiterhin gut am Markt entwickelt, um für unsere jungen Mitarbeiter und für meinen Nachwuchs die Basis zu schaffen.
      Kurzum- ich könnte es mit viel leichter machen, in dem ich heute mein Unternehmen verkaufe und mir mit dem Geld ein sorgenfreies Leben, ohne Kredite und Schulden und ohne Ärger bereite.

      Es wäre schön, wenn wir uns persönlich mal kennenlernen würden, um vielleicht manchen Zweifel noch auszuräumen. Besuchen Sie uns doch mal mit Ihrer Familie in Lengenfeld und machen Sie sich selbst ein Bild.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  2. Dieter Geithner sagt:

    Ich finde es gut, daß die Verkäuferinnen angemessen bezahlt werden und bin bereit für Brot und Kuchen, den ich in der Filiale im Netto in Werdau/Sorge kaufe, mehr zu bezahlen. Die Verkäuferinnen dort sind freundlich und die Backwaren haben eine gute Qualität und schmecken gut.

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Geithner,

      ich bedanke mich im Namen meiner Mitarbeiter und auch meinerseits bei Ihnen, für das freundliche Entgegenkommen. Falls Interesse Ihrerseits besteht, lade ich Sie herzlich zu uns an den Hauptsitz nach Lengenfeld ein, wo Sie sich ein Bild von unserem Unternehmen machen können.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  3. Hohmuth Angela sagt:

    Einen schönen guten Tag,ich möchte heute die Möglichkeit nutzen und einen kurzen Komentar zu schreiben. Ich finde den Beitrag in der Freien Presse schlau und sehr mutig. Es machen sich nicht viele die Mühe das „Problem“ Mindestlohn so offiziell auszusprechen und gans wichtig- zu erklären !! Es ist zwar kein Geheimnis das in Ihrer Bäckerei keine Reichtümer zu verdienen sind, aber das die Erhöhung der Preise in vollem Umfang in die Löhne fliesen sollen, finde ich sehr gut. Nachzuprüfen ist das zwar nicht, aber für die vielen fleißigen Hände die jeden Tag gewissen Luxus erarbeiten ,hoffe ich doch das dieses Versprechen eingehalten wird.Nach wie vor werde ich weiterhin Brot,Semmeln und auch Kuchen bei Ihnen kaufen-nicht zuletzt wegen dem sehr freundlichen Personal im Diska Markt in Hüttelsgrün!Auch die Vielfalt der Backwaren ist wirklich sehr gut und geschmacklich ausgezeichnet.Eine Frage habe ich allerdings noch.Warum gibt es bei Ihnen kein Brot vom Vortag zu kaufen? Ich finde, es werden leider viel zuviele Lebensmittel weggeschmissen.Und für treue Kunden(zu denen ich mich zähle)wäre ein Bonussystem super! MfG Angela Hohmuth

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrte Frau Hohmuth,

      danke für Ihr Verständnis, was Sie uns in Ihrem Schreiben mitteilen. Ich kann Ihnen mein Wort geben und auch versichern, dass diese Preiserhöhung zu 100 % in die Entlohnung unseres Personals fließt, was wir auch im Nachhinein über unsere Zahlen nachvollziehen können.

      Auf ihre Frage nach den Backwaren, welche am Abend übrig sind, möchte ich Ihnen folgendes mitteilen:
      Als erstes, wenn wir diese Backwaren vor Schließung im Preis senken oder am nächsten Tag zum halben Preis verkaufen, wird es viele Kunden geben, die erst zu dieser Zeit unsere Backwaren käuflich erwerben, was natürlich einen enormen Umsatzrückgang nach sich zieht. Ich glaube nicht, dass unsere Mitarbeiter, daraus resultierend sich nur zur Hälfte entlohnen lassen. Des weiteren haben wir viele Produkte, wie Kuchen oder Konditorei-Artikel, wo nicht sicher gestellt ist, dass diese am nächsten Tag, die Sicherheit auf Hygiene und Qualität gewährleisten. Alle Artikel, die zurückkommen ins Unternehmen, werden nicht weggeschmissen sondern zum Teil holen mehrere regionale Tafeln sehr viel ab, um das an Menschen, die nicht finanziell so gut gestellt sind, kostenlos abzugeben. Der andere Rest, wird von einem deutschen Unternehmen bei uns abgeholt und zu Hundefutter verarbeitet. Ich versichere Ihnen, dass wir keine Backwaren einfach nur wegschmeißen.

      In den nächsten Wochen und Monaten, rüsten wir in allen Fachgeschäften unser komplettes Kassensystem um und dieses neue Kassensystem wird ein Kundebindungssystem (Bonussystem) beinhalten, so dass Sie mit Ihrer Chipkarte, welche Sie von uns bekommen, mit unterschiedlichen Rabatten rechnen können.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  4. Pötschke sagt:

    sie sind schon immer in der Region der mit Abstand teuerste Bäcker mit den kleinsten stücken kuchen, obwohl sie die meisten Filialen in den Discounter-Märkten haben. folglich muss der Umsatz u. letztlich der Gewinn immens sein.
    wenn ich da nur ein Bsp. bringen darf:
    in crimmitschau gibt es einen Bäcker (Name gerade nicht zur hand, aber an der WDA-Str.), da kostet ein glasierter pfannekuchen -,55 € und der schmeckt echt unglaublich gut – der beste, den ich je gegessen habe! ihre sind trocken und teurer!
    Blechkuchen: ihre klein u. teurer, bei anderen Bäckern größere u. auch höhere stücken u. leckerer!!!
    Bei Brot u. brötchen kann ich mir kein Urteil erlauben, da wir das meist nicht bei den Bäckern kaufen.
    wenn doch, dann sind die brötchen aus Manu’s Bäckerei in Z die besten – mit Abstand von allen Bäckern!
    so, eigentl. wollte ich garnicht soooo viel schreiben, aber wenn ich einmal dabei bin … 😉
    ich hoffe für ihre Mitarbeiter, vorallem die Verkäufer, dass keine Arbeitsplätze verloren gehen.

    mit freundl. Grüßen
    th. pötschke

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Pötschke,

      danke für Ihre kritische Mitteilung. Ich glaube nicht, dass es einen Bäcker oder Fleischer gibt, bei dem alle Kunden einkaufen. Zum Einen aus dem Grund des Geschmacks, zum Anderen aus dem Grund der Qualität, der Zuverlässigkeit oder des Preises. Es ist richtig, dass wir nicht der billigste Bäcker sind-aber auch nicht der teuerste, aber Sie wissen auch, dass ein Unternehmen nur existieren kann, wenn es kostendeckend arbeitet. Bei uns werden alle Preise kalkuliert- wir schauen nicht beim Nachbar-Bäcker nach den Preisen.
      Des weiteren ist es richtig, dass wir in vielen Märkten im Vorkassenbereich unsere Fachgeschäfte führen. Sie dürfen aber nicht Umsatz mit Gewinn verwechseln, da ja aus den Erlösen, der ganze Betrieb bezahlt werden muss (Produktion, Verkauf, Rohstoffe, Energie und letztendlich Miete an unsere Vermieter). Da in allen Mietverträgen Umsatzmiete gezahlt werden muss, heißt das, dass bei steigendem Umsatz, ob durch Mehrverkauf oder Preissteigerung, eine höhere Miete anfällt.

      Es ist ja legitim Ihrerseits, dass Sie entscheiden können, bei welchem Bäcker Sie Ihre Backwaren einkaufen und wir sind auch nicht bei allen Backwaren der Beste. Es hat jeder Bäcker seine eigenen Spezialitäten. Und glauben Sie mir- auch wir machen Fehler und wir sind täglich bemüht diese abzustellen oder besser zu machen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  5. Andreas Fritsche sagt:

    Sehr geehrter Herr Seifert,

    angeregt durch einen Beitrag in der „Freie Presse“ habe ich mich mit Ihren Ausführungen zum Thema Preissteigerung/Mindestlohn etwas näher befasst.

    Um es vorweg zu sagen: Jetzt ist es der Mindestlohn, der wieder einmal als Rechtfertigung für Preissteigerungen herhalten soll. Preissteigerungen, die schon etliche Male in den vergangenen Jahren auf hohem Niveau vorgenommen wurden. Über Jahre hinweg lagen die Preise am oberen Ende bei den Filialbäckereien in der Region. Selbst die Privatbäckereien boten gute Qualität zu günstigeren Preisen. Damals war der Mindestlohn noch kein Thema …
    Das hat uns schon seit längerer Zeit bewogen, von einem regelmäßigen Einkauf Abstand zu nehmen. An der abnehmenden Zahl der Kunden konnte ich ersehen, dass viele nicht mehr gewillt waren, die überdurchschnittlich hohen Preise zu bezahlen.

    Sie sollten bedenken, dass sehr viele Arbeitnehmer mit einem geringen Lohn auskommen müssen. Diese werden sich den Luxus nach frischen Brötchen und Kuchen kaum noch leisten können.
    Natürlich bin ich für die Einführung des Mindestlohnes und eine gerechte Entlohnung der Mitarbeiter. Auch halte ich es durchaus für sinnvoll, reginale Betriebe zu erhalten.

    Es kann aber nicht sein – und wird auch nicht funktionieren – eine einigermaßen anständige Entlohnung der Mitarbeiter durch massive Preissteigerungen zu subventionieren. Dieses Problem wird sich durch alle Branchen ziehen. Es ist kein schlechter Wille, aber ich frage Sie: Wer soll das bezahlen? Die Arbeitnehmer im Billiglohnland Sachen werden es nicht können. Ja, wenn ich 1.800 Netto hätte …

    Dies waren meine Gedanken zu Ihren Ausführungen, die für mich zwar teilweise nachvollziehbar sind, aber sich so kaum umsetzen werden lassen. Da bleibt tatsächlich gezwungenermaßen nichts anderen übrig, als auf die Backwaren aus dem Diskounter zurückzugreifen – eigentlich schade.

    Mit freundlichen Grüßen

    Andreas Fritsche

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Fritsche,

      vielen Dank für Ihre kritischen Anmerkungen. Ich kann Ihnen hiermit nochmals versichern, dass diese Preiserhöhung zu 100% in die Entlohnung unserer Mitarbeiter einfließt. Es ist auch richtig, dass wir nicht der Billigste Bäcker sind, aber auch nicht der Teuerste, da wir unsere Produkte alle kalkulieren und nicht schauen, welchen Preis der Nachbar-Bäcker verlangt. Man kann kein Unternehmen aus dem Bauch heraus führen, sondern nur unter ständiger Kontrolle der Wirtschaftlichkeit. Das bei Preiserhöhungen oder Qualitätsschwankungen es vorkommt, dass man Kunden verliert, ist richtig. Daher sind wir täglich bemüht, den Weg zu finden, um der Sache in allen Belangen gerecht zu werden.

      Sie schreiben mir, dass es viele Arbeitnehmer gibt, die mit einem geringen Lohn auskommen müssen und deshalb ist es doch richtig, dass eine höhere Entlohnung angegangen wird, um hier ein besseres Verhältnis zu finden.

      Sie sprechen von einer massiven Preissteigerung, um eine anständige Entlohnung der Mitarbeiter zu realisieren. Ich denke, die vorgesehene Preissteigerung von 4% -6%, muss man nicht als unverschämt ansehen. Wir haben vollstes Verständnis für Ihre Meinung, aber garantieren Ihnen auch, dass diese Backwaren alle regional hergestellt wurden, mit teilweise Rohstoffen aus kontrolliertem Anbau und unter hohen Sicherheits-und Hygienestandards verarbeitet wurden. Unsere Produktion wird monatlich vom Veterinäramt kontrolliert, da wir mit unserem Backwaren einen großen Kundenkreis versorgen. Ich hoffe auf Ihr Verständnis.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

    2. Frieder Geburtig sagt:

      Allen Nöglern, die sich über die Preiserhöhumg aufgrund der staatlichen Zwangsentlohnung aufregen kann ich nur raten, sich selbständig zu machen. Da sie dann ihre Mitarbeiter ausbeuten können, die Kunden zur Ader lassen können und somit im Gelde schwimmen.
      Mein Rat wäre, über die reichlichen Abgaben eines Unternehmens sich zu informieren und dann ganz wichtig
      vor Mund aufmachen – Hirn einschalten.Diese klugen Menschen sollten der Politik Beine machen, damit endlich die kalte Progression verschwindet, da haben dann alle mehr davon.

      1. VSeifert sagt:

        Werter Herr Geburtig,

        zu Ihrem Schreiben muss ich nichts hinzufügen- Sie sprechen mir aus der Seele.

        Aber man muss ja auch die Meinung anderer akzeptieren und ich finde es dennoch gut, dass Kritiker mir Ihre ehrliche Meinung mitteilen und sich mit mir ins Benehmen setzen.

        Mit freundlichen Grüßen
        Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
        Volker Seifert

  6. Döhler sagt:

    Sehr geehrter Herr Seifert, als Kunde in Glauchau habe ich in den letzten Jahren
    bereits mehrere Preiserhöhungen erlebt, als der endlich beschlossene Mindestlohn
    noch kein Thema war.
    Künftig werde ich folgende Kriterien in den Vordergrund meines Kaufverhaltens
    stellen:
    Preis-Leistungs-Verhältnis
    Kompetenz und Freundlichkeit des Verkaufspersonals
    Frische der Produkte
    Ortsansässigkeit des Betriebes (Gewerbesteuer)

    Mit freundlichen Grüssen

    Döhler

    1. Döhler sagt:

      Mein Kommentar wartet seit 8.37 Uhr auf Freischaltung.

      1. VSeifert sagt:

        Sehr geehrter Herr Döhler,

        ich habe auf Ihre gestrige Mail geantwortet. Bitte entschuldigen Sie, dass es erst jetzt gemacht wurde, da wir ja auch noch unser Tagesgeschäft führen müssen. Danke für Ihr Verständnis.

        Mit freundlichen Grüßen
        Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
        Volker Seifert

    2. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Döhler,

      es ist richtig, dass wir in den letzten 3 Jahren 2 Preissteigerungen auf unsere Produkte vorgenommen haben.
      Zum Einen betraf es die EEG-Umlage, welche per Gesetz vollzogen wurde, was uns jährlich ca. 100.000 € mehr Energiekosten bescherte. Zum Zweiten- dieses Jahr im Februar, sind wir die erste Stufe in Richtung Mindestlohn, mit der Preiserhöhung, gegangen. Diese Preiserhöhung floss zu 100 % in die Entlohnung unserer Mitarbeiter, ebenso wie die 2.Stufe jetzt im August.
      Ich finde es richtig, dass Sie Ihr Kaufverhalten nach den Prämissen Preis-Leistung, Freundlichkeit des Verkaufspersonals und natürlich der Frische der Produkte ausrichten werden. Falls einer dieser Aspekte, bei Ihrem Einkauf in unseren Fachgeschäft, nicht zu trifft, teilen Sie uns dies bitte mit, damit wir es besser machen können.

      Wir sind mit unseren Fachgeschäften in 48 Städten in Sachsen, Thüringen, Sachsen – Anhalt und Bayern vor Ort und jede Stadt bekommt von uns Gewerbesteuer (und nicht gering) und es wird auch von uns genug Körperschaftssteuer abgeführt.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  7. Flömmrich sagt:

    Sehr geehrter Herr Seifert,
    ich stimme Ihnen zu mit den Mindestlohn aber ich kenne schon einen großen Teil der von ihrer Bäckerei abgesprungen ist. Grund zu Dunkles Brot ( einfaches Mischbrot ) Rinde schmeckt Bitter und Löcher im Brot wo man Wachteleier durchschieben kann Mischbrot und Weisbrot. Am Anfang haben wir das Brot noch getauscht und im nächsten war es auch wieder. Auch Fotos habe ich ihnen geschickt aber keine Reaktion nun kaufen wir wo anders. Wünsche trotzdem weiter alles Gute.
    Mit freundlichen Grüßen Horst Flömmrich aus Zwickau Eckersbach

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Flömmrich,

      leider muss ich Ihnen widersprechen, dass seitens von uns, keinerlei Reaktionen auf Ihre Reklamationen erfolgt sind. Ich persönlich habe mit Ihnen schon telefonisch über verschiedene Problematiken gesprochen, da Reklamationen oder Kundenbeschwerden immer direkt von mir persönlich beantwortet und bearbeitet werden.

      In unseren Backwaren sind alles natürliche Rohstoffe und wir arbeiten mit Lebensmittel- wie das Wort schon sagt, gewonnen aus Leben und es steckt Leben drin. Da wird diese Backwaren nicht mit chemischen Zusätzen für eine gleichbleibende Qualität untersetzen, kann es hin und wieder vorkommen, dass es leichte Qualitätsschwankungen gibt, aber Sie mit ruhigen Gewissen unsere Backwaren essen können.

      Um das Gesagte zu untermauern, möchte ich Sie gern mit Ihrer Familie nach Lengenfeld einladen, um Ihnen zu zeigen, dass wir ausschließlich mit reinem Natursauerteig oder Weizensauer unsere Produkte, unter Zugabe verschiedener Saaten oder Mehlen, individuell herstellen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  8. Seitz, Volker sagt:

    Ich bin mit der Preiserhöhung nicht einverstanden. Grund: Ich habe einfach das Geld nicht mehr. denkt ihr auch mal an die?????

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Seitz,

      ich habe vollstes Verständnis, dass Sie mit der Preiserhöhung nicht einverstanden sind.
      Daher bin ich sehr froh, dass dieser Mindestlohn kommt, so dass Leute wie Sie wieder in den Genuß Ihrer Wunschprodukte kommen können.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  9. Andreas Zimmermann sagt:

    Sehr geehrter Herr Seifert, mit der „Mindestlohninitiative“ in der FP haben Sie eine gute Imagekampagne gestartet. Ich hätte jedoch erwartet, dass Sie schon vorher einen Lohn oberhalb von 8,50 € zahlen würden. Keine Auskunft erhalte ich darüber, ob Sie ein Befürworter des Mindestlohnes waren oder dessen Einführung abgelehnt haben, ggfs. sogar über Ihre Interessenvertretung dagegen angegangen sind. Dann wäre Ihre jetzige Aktion etwas heuchlerisch. Ich stehe ohne wenn und aber zum Mindestlohn. In unserer Gesellschaft sollte jeder, der 8 Stunden täglich arbeitet, davon auch seinen Lebensunterhalt bestreiten können. Wenn Wirtschaftsunternehmen dadurch vom Markt verschwinden, ist dies hinzunehmen. Wir werden wegen des Mindestlohnes nicht auf Brot, Brötchen und Kuchen verzichten müssen. Es kann sein, die Leute geben nicht mehr dafür aus. Dann wird der künftige Lohnzuwachs durch den Mindestlohn für etwas anderes ausgegeben. Neues wird entstehen. Es wird auch auf absehbare Zeit keine billigen Backwaren aus China geben. Ich selbst war über Jahrzehnte selbst unternehmerisch tätig, wenn auch in einer Branche, in der der Mindestlohn keine Rolle spielte. Allerdings war es deswegen nicht leichter. Als Unternehmer ist man immer gezwungen, innovativ und zielstrebig zu sein, und dabei auch ein unternehmerisches Risiko einzugehen. Der Unternehmerlohn war für mich immer ausreichend.
    oder Bangladesch geben.

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Zimmermann,

      als erstes möchte ich eins klarstellen- ich habe keine Imagekampagne betrieben oder gestartet unter dem Deckmantel der Mindestlohninitiative. Im Übrigen ist die Freie Presse auf uns zugekommen, genau so Radio MDR und der MDR Sachsenspiegel.
      Unser Ziel und unsere Aufgabe ist es, unsere Kunden darüber zu informieren, dass Preise steigen werden und wir uns mit Ehrlichkeit der Sache stellen wollen. Auf Ihre Frage an mich persönlich, ob ich den Mindestlohn befürwortet oder abgelehnt hätte, kann ich Ihnen eindeutig mitteilen, dass ich persönlich ein Befürworter dieses Mindestlohngesetzes schon von Beginn an bin.

      Seit Jahren wird gefordert, die Löhne und Gehälter im Osten an die Durchschnittslöhne im Westen heranzuführen und jetzt wo dies geschieht, bekommen viele einen Schock. Des weiteren möchte ich Ihnen mitteilen, dass wir keine Autos produzieren, kein Industriebetrieb sind, sondern jeden Tag Semmeln, Brot und andere Backwaren mit viel Handarbeit herstellen und ein Handwerksbetrieb sind. Ich würde das Ihnen gern vor Ort hier in Lengenfeld zeigen, deshalb lade ich Sie auf das Herzlichste ein.

      Es wurde von einer deutschen Ministerin öffentlich gesagt, dass von den zur Zeit existierenden 12800 produzierenden Bäckereien in Deutschland nach Einführung des Mindestlohns noch 8000 übrig bleiben und das auch noch gut wäre. Mittlerweile backen nicht nur Bäckereien, sondern fast jede Handelseinrichtung, jede Tankstelle und vielleicht auch bald jeder Blumenladen Brötchen und wir müssen uns täglich neu dem Konkurrenzdruck stellen. Deshalb sind wir immer wieder froh, dass es viele Kunden gibt, die in unseren Fachgeschäften einkaufen und so das Dasein unseres Unternehmens sichern.

      Sie sprechen von unternehmerischen Risiko- ich denke schon, dass wir bei fast 700 Mitarbeitern ein sehr hohes Risiko eingehen. Aber dieses unternehmerische hohe Risiko ist es uns wert, da wir alle das Unternehmen aufgebaut haben und wir auch wollen, dass dieses Unternehmen auch noch in den nächsten Jahren noch erfolgreich am Markt ist.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  10. Volker Barthel sagt:

    Hallo Herr Seifert,

    ich begrüße die Einführung des Mindesttlohnes. Arbeitnehmeährenr sollten von EINEM Job
    ordentlich leben können. Viele vergessen,daß ein höherer Verdienst sowohl eine höhere
    Kaufkraft als auch höhere Rentenbeiträge zur Sicherung jetztiger Rentenempfänger bedeutet.
    Es wird Zeit mit der Geiz ist Geil Mentalität Schluß zu machen. Während die chinesische
    Mittelschicht auf deutsche Produkte abfährt und bereit ist dafür gutes Geld bezahlen , fahren
    viele Deutsche wegen 5 Cent billigerer Butter 10 Kilometer in den Nachbarort und kaufen gleich
    noch billigen chinesischen Plastikmüll.
    Wir haben eine Hochkonjunkturphase ,die Zeit einen Mindestlohn zu testen war noch nie so gut.
    Ich bleibe weiterhin Ihr Kunde im Netto Markt Netzschkau. Die Qualität paßt und die Verkäuferinnen
    sind freundlich.
    Lassen wir uns nicht von Panikmachern aus Politik und Wirtschaft beeindrucken. In einem Jahr wird wieder eine andere Sau durchs Dorf getrieben. Mileniumscrash der Computer,
    Fälschungssicherer Euro ( Helmut Kohl ) , Pleitegehende Autohäuser wegen der Abwrackprämie,Schweinepest. Hatten wir doch alles und wars schlimm ?

    mfG V. Barthel

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Barthel,

      vielen Dank für Ihren Zuspruch. Ich kann Ihnen in jeder Beziehung recht geben und freue mich auch sehr, dass Sie lobende Worte über meine Mitarbeiter mit angeführt haben.
      Sie sprechen hier von chinesischen Plastikmüll-schauen Sie sich doch mal die letzte Reportage von der Redaktion „Welt der Wunder“ im Internet an (ist ganz neu). Dort wurde festgestellt, dass mittlerweile 80% der Lebensmittel in Deutschland aus China importiert werden. Alleine für 28 Millionen Euro werden Teiglinge aus China eingeführt. Nach Recherchen dieser Redaktion sind die landwirtschaftlichen Böden in China mit hohen Werten an Pestiziden und Schwermetallen belastet. Ich glaube dazu muss man nichts mehr sagen. Oder die hochgelobten Bio-Äpfel- die schon nach der Blütezeit am Baum mit Papiertüten eingepackt werden, damit die Pestizide von außen die Frucht nicht verunreinigen.
      Also was wollen wir? Wollen wir billige Lebensmittel und nicht wissen, was wir da essen? Oder wollen wir gute regionale Lebensmittel, die einen etwas höheren Preis haben?

      Werter Herr Barthel, ich versichere Ihnen dass wir 99% unserer Produkte selbst herstellen und wir hauptsächlich Rohstoffe nehmen, die aus kontrolliertem Anbau kommen und die ständig in unserem Labor in Leipzig (Labor Appelt) kontrolliert werden und dann verarbeitet werden. Es gab viele Anmerkungen unserer Kunden, darunter auch einige kritische. Es gab viele Anrufe auf unserer Hotline und davon waren viele Kunden, die uns mitteilten, auch weiterhin Kunde bei uns zu bleiben. Darüber bin ich sehr froh und dies habe ich auch meine Mitarbeiter schon so weiter gegeben. Eins kann ich Ihnen versprechen- ich werde um jeden Arbeitsplatz und um jeden Mitarbeiter kämpfen, da ein Unternehmen nur mit guten Mitarbeitern existieren kann.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  11. Andreas Fritsche sagt:

    Sehr geehrter Herr Seifert,

    nach dem Lesen Ihrer Ausführungen zu meiner Nachricht und denen Ihrer Kunden, ist mir aufgefallen, dass Sie den Mindestlohn im Prinzip befürworten, aber dieser von den Kunden indirekt durch die angekündigte Preissteigerung subventioniert wird.

    Unverständlich ist es mir, wenn Sie Herrn Seitz schreiben: Zitat: “ Daher bin ich sehr froh, dass dieser Mindestlohn kommt, so dass Leute wie Sie wieder in den Genuß Ihrer Wunschprodukte kommen können.“ Schon bei einem Stundenlohn von 10 EURO sind Einkäufe im oberen Preissegment ein Luxus. Neuerliche Preissteigerungen werden die Kunden abspringen lassen. Das Dilemma ist doch das allgemein niedrige Lohnniveau und – ganz wichtig – es wird sich durch alle Branchen ziehen. Wenn es nur der Bäcker wäre. Aber da kommen noch: Fleischer, Friseur, Dienstleistungen, neuerdings Taxi und Preiserhöhungen unabhängig vom Mindestlohn.
    Und Hand aufs Herz, Herr Seifert: Diejenigen die bisher unter dem Mindestlohn lagen, werden auch mit 8,50 Eur/Std. diese inzwischen wirklich hohen Preise nicht bezahlen können und kaum zu Ihren Neukunden zählen. Damit will ich dagen, dass die gestiegenen Preise auch für Arbeitnehmer die zwei Euro über dem Mindestlohn liegen irgendwann die Schmerzgrenze übersteigen.

    Auch an den Reaktionen anderer Kunden kann ich erkennen, dass dies nicht funktionieren wird. Die von Ihnen schon einkalkulierten Umsatz- und später Gewinneinbußen werden stärker ausfallen, als Sie es erwarten. Vielleicht ist durch eine Straffung des Sortiments eine höhere Effektivität zu erreichen. Ich z. B. brauche keine 10 Brotsorten, Brötchensorten und andere Produkte (Zahl willkürlich gewählt), die sich nur in einigen Details unterscheiden. Vielfalt Ja, aber auch begrenzt auf eine ausgewogene Prduktpalette. Das ist natürlich nur meine Meinung.

    Im Übrigen trifft es ja noch viele andere Branchen. Die 4-6 % Erhöhung bei Ihnen wäre noch zu verkraften, was aber wenn es alle machen würden? Deshalbb schrieb ich: „Wer soll das noch bezahlen“. Ich denke niemand. Bleiben nur zwei Möglichkeiten:
    1. Preiserhühungen durch interne Lösungen vermeiden (Auch Schließung von Filialen)
    2. Preissteigerungen durchsetzen und in Kauf nehmen,dass das Feld denjenigen Anbietern überlassen wird, die trotz des Mindestlohns weiterhin Produkte zu vernünftigen Presien anbieten. Was für einige Betriebe dann eben auch das völlige Aus bedeutet.

    Ich hoffe, dass Sie einen Weg finden, der auch weiterhin die Zukunft Ihres Unternehmens mit seinen vielen Arbeitsplätzen garantiert und wünsche Ihnen und Ihren Mitarbeitern alles Gute.

    Mit freundlichen Grüßen

    Andreas Fritsche

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Fritsche,

      danke für Ihr ausführliches Schreiben. Ich kann Ihnen in vielen Punkten recht geben.

      Ich denke nicht, dass wir in Deutschland mit unseren Lebensmittelpreisen von Luxusprodukten sprechen müssen. Im Europavergleich liegt Deutschland mit seinen Lebensmittelpreisen an 14.Stelle. Es ist für uns einfach normal geworden, in diesem Sektor, Preiskämpfe mit allen Mitteln zu führen. Wenn andere Wirtschaftszweige (z.B. Energiewirtschaft) ihre Preise erhöhen, wird das hingenommen und akzeptiert. Wenn die Mineralölwirtschaft innerhalb von Minuten Preise erhöht, teilweise zwischen 15% und 20 % , wird das hingenommen und akzeptiert. Wenn der Bäcker oder Fleischer seine Preise zwischen 4 % und 6 % seine Preise erhöht, um seine gestiegenen Kosten abzusichern und um sein Unternehmen wirtschaftlich zu führen, wird dagegen angegangen und gleich als Wucher hingestellt.

      Wir sind ein Unternehmen von hier und möchten das auch bleiben. Wir beziehen keine Teiglinge aus China. Unsere Produkte sind zu 99 % selbst hergestellt, mit Rohstoffen, die sauber sind und ständig kontrolliert werden. Wir zahlen jeden Monat pünktlich Lohn und führen monatlich über 300.000 € Sozialversicherungsbeiträge ab, zahlen in jedem Quartal 35.000 € Gewerbesteuer in allen Städten wo wir sind, wir investieren in die Sozialeinrichtungen unseres Unternehmens über 1 Million Euro in den letzten 5 Jahren, wir unterstützen wöchentlich mehrere regionale Tafeln mit kostenlosen Waren für Bedürftige, unterstützen soziale Kinderprojekte und vieles mehr und dann werden unsere Mitarbeiter und ich öffentlich diffamiert. Was soll man dazu sagen?

      Sie sprechen von Gewinneinbußen- das wäre nicht das Problem. Wichtig für uns ist, dass das Unternehmen sich rechnet, dass wir keine Mitarbeiter entlassen müssen, dass wir unsere Verbindlichkeiten tilgen können und dass es die Stangengrüner Mühlenbäckerei auch noch in 3 Jahren gibt. Unsere Produktpalette ist schon um einiges minimiert worden. Aber unsere Kunden wissen auch, dass sie bei uns noch eine Auswahl an verschiedenen Produkten bekommen und nicht nur 3 verschiedene Plunderteilchen. Übrigens verlangen unsere Vermieter, dass wir bis zum Schluss ein gutes, ausgewogenes Sortiment in unseren Fachgeschäften führen. Also Sie sehen, mit wieviel Problemen wir uns täglich beschäftigen und nach Lösungen suchen müssen.

      Wenn Sie Interesse haben, würde ich mich freuen über ein persönliches Gespräch mit Ihnen, evt. hier bei uns in Lengenfeld, damit Sie sich ein Bild vor Ort machen können.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  12. P.Postel sagt:

    Es wird Zeit das endlich Löhne gezahlt werden, die sich deutsche Arbeitnehmer auch leisten können! Angebot und Nachfrage bestimmen auf Dauer den Preis und nicht die Lohnkosten des Unternehmens. Ein umlegen des Mindestlohnes auf den Endpreis ist eine legale Insolvenzverschleppung. Der Markt wird solche Tricks bestrafen. Wem nützt wohl ein Job, der nicht mal die Lebenshaltungskosten in Deutschland lebender Arbeitnehmer deckt ? ? ?

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Postel,

      Ich kann leider Ihre Meinung, die Sie mir hier schildern in keinster Weise nachvollziehen.
      Als erstes möchte ich Ihnen mitteilen, dass jeder die Möglichkeit hatte und auch hat, sich hier in Deutschland selbstständig zu machen. Gottseidank gab es Menschen, in der Wendezeit und auch heute noch, die hier in Ihrer Heimat den Mut und die Risikobereitschaft hatten, um ein Unternehmen aufzubauen und Arbeitsplätze zu schaffen.
      Das Problem bestand und besteht darin, dass wir wirtschaftliche und betriebliche Standards innerhalb von 20 Jahren umsetzen mussten, wo andere mindestens 40 Jahre dazu Zeit hatten. Sie können uns als Handwerksbetriebe nicht gleichstellen mit Industriebetrieben. Da viele Kostenfaktoren in den neuen Bundesländern genauso in der Höhe anfallen, wie in den alten Bundesländern (Rohstoffe, Energiekosten usw.), gab es den Unterschied, dass für das Endprodukt nur 75 % bezahlt wurden zum Durchschnitt der alten Bundesländer und auch die Personalkosten 25 % niedriger waren als in den alten Bundesländern.
      Da in den letzten Jahren immer wieder gefordert wurde, dass eine Lohnangleichung bei uns hier im Osten zu den Löhnen der alten Bundesländer vorgenommen werden sollte und dies jetzt mit dem Mindestlohngesetz voran getrieben wird (was ich begrüße und unterstütze), kann doch die Erhöhung des Verkaufspreises dadurch nicht ausgeschlossen werden!!! Sie können doch nicht davon ausgehen, dass die Entlohnung fast wie im Westen ist und die Preise bleiben wie im Osten. Wie wollen Sie denn die Mehrausgaben im Unternehmen wirtschaftlich abdecken? Wenn Sie in Ihrem Unternehmen mehr Ausgaben als Einnahmen haben, dann gebe ich Ihnen recht, dann ist das Unternehmen in kürzester Zeit insolvent.

      Hier wird nicht mit Tricks oder unseriösen Mitteln gearbeitet und ich glaube auch nicht, dass wir das einzigste Unternehmen sind, die diese Problematik zu bewältigen hat. Oder haben Sie sich schon einmal beschwert bei der Autoindustrie, wenn Sie beim Autokauf merkten, dass Sie für das gleiche Fahrzeug noch vor 2 Jahren weniger bezahlt haben? Oder haben Sie schon der Energiewirtschaft das selbe mitgeteilt wie mir, dass dort eine “ legale Insolvenzverschleppung“ vorgenommen wird, weil Sie heute mehr für den Strom bezahlen müssen, als vor 2 Jahren?

      Meine Mitarbeiter und ich-wir alle- haben mal vor 23 Jahren hier im Unternehmen begonnen. Wir haben gemeinsam mit viel Schweiß, Mühe, Kraft und Ausdauer und hohem Risiko diese Mühlenbäckerei entwickelt, so wie sie heute hier steht und wir alle möchten auch weiterhin dass dieses Unternehmen in den nächsten Jahren existent ist. Darum werden wir kämpfen und uns auch jeden Tag wieder neu beweisen müssen. Ich finde es sehr schade, dass es dann Menschen gibt, die das vielleicht nicht so sehen, aber sich das Recht heraus nehmen, hier beleidigend und diskriminierend öffentlich sich zu positionieren.

      Ich würde Sie sehr gerne in unser Unternehmen nach Lengenfeld einladen, damit Sie die Möglichkeit haben, dass was Sie hier schreiben, auch meinen Mitarbeiter entgegenbringen zu können.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  13. Blumme August sagt:

    Es ist mir völlig egal, wie viel es beim Bäcker kostet. Wenn ich zum Bäcker gehe, dann zählt für mich einzig und allein die Qualität.

    Und deshalb gehe ich nicht mehr zur Stangengrüner Mühlenbäckerei.

    Als ich vor Jahren ins Vogtland kam, habe ich mich sehr gefreut, dass ich hier Thüringer Platzkuchen bekomme. Immer wenn ich an einer Filiale vorbei gekommen bin, habe ich einen mitgenommen.

    Inzwischen ist das aber kein Thüringer Platz mehr, sondern labbriger Fladen. Den will ich auch nicht geschenkt.

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Blumme,

      es tut mir sehr leid, dass wir Sie als Kunde verloren haben, da Sie von der Qualität der Produkte nicht mehr überzeugt sind. Da ich zum ersten Mal von unseren Kunden die Mitteilung bekommen habe, dass unsere Platzkuchen, nicht wie gewohnt ihre Qualität haben, werden wir uns natürlich unverzüglich mit unserer Produktion abstimmen, um die Qualität zu verbessern.
      Heutzutage wird sich jeder Bäcker viel Mühe geben, um eine sehr hohe Qualität seiner Produkte zu gewährleisten, aber wir arbeiten ja hier mit „Leben“smittel, so dass auch Qualitätsschwankungen bei den Produkten auftreten können. Da wir keine chemische Zusätze verwenden, um ständig gleichbleibende Qualität zu bieten, ist es manchmal nicht ganz einfach, mit den natürlichen Rohstoffen das zu gewährleisten.
      Da mir nichts bekannt ist, dass Rezepturen geändert wurden oder die Produktion umgestellt wurde, kann ich mir diese Schwankung nur unter der Prämisse der Rohstoffe erklären. Wir werden alles daran setzen, dies zu verbessern und evt. auch Sie wieder davon wieder als Kunde zu überzeugen.

      Ich bedanke mich für diesen Hinweis und Ihre Mitteilung.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  14. lumpe,bernd sagt:

    sehr geehrter herr seifert,ich stimme der preiserhöhung nicht zu,zumal das hausbrot erst vor kurzer zeit auf 3,10€erhöht wurde.mit freundlichen grüßen bernd lumpe

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Lumpe,

      es ist richtig dass wir zum 01.Februar schon mal eine Preiserhöhung vorgenommen haben, welche schon zu 100 % in die Lohnzahlung eingeflossen ist. Wie wir schon die Öffentlichkeit in Kenntnis gesetzt haben, wurde von uns ein Stufenplan erarbeitet, welche diese beiden Preiserhöhungen beinhaltet, um nicht unsere Kunden im Januar 2015 mit einer einmaligen Preiserhöhungen im zweistelligen Bereich zu belasten.
      Sie haben mein Versprechen, dass diese beiden Preiserhöhungen zu 100% in die Löhne unserer Mitarbeiter geflossen sind und auch fließen werden. Dies ist jederzeit nachprüfbar, da wir unsere Jahresabschlüsse im Handelsgericht als Aktiengesellschaft einreichen und welche öffentlich zugänglich sind.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  15. Ronny Fischer sagt:

    Sehr geehrter Herr Seifert,
    liebe Nutzer und Leser des Forums,

    ich bin durch einen Beitrag beim MDR auf Sie aufmerksam geworden, natürlich aber nicht erst jetzt auf das Thema Mindestlohn insgesamt.

    An erster Stelle möchte ich einmal versuchen eine ganz neutrale Sichtweise darzulegen:
    Natürlich verdient jeder gern mehr und angemessen Geld für seine Arbeit, und zwar absolut unabhängig von der Branche, in der er tätig ist. Und natürlich steht dem entgegen, dass es viele geben wird, die sich manches auf den ersten Blick kaum leisten können.
    Insgesamt aber stehe ich hier wohl mehr auf der Seite der Mühlenbäckerei. Warum?
    Ganz einfach: Es gibt Preiserhöhungen, die unumgänglich sind, auch wenn manche Unternehmer lieber die Preise niedriger halten würde. Beispiel: Strom. Der Unterschied ist dort allerdings, dass das nicht Abgestellten zugute kommt, sondern schlecht durchdachten Investtionen an die Lobby.
    Bei einer Bäckerei, die künftig einen Mindestlohn zahlen muss (und das begrüße ich)ist aber absehbar, dass eine Preiserhöhungen einen spürbaren Nutzen nach sich zieht. Bei Mitarbeitern und in der Folgekette auch bei den Kunden.

    In diesem Sinne ist es löblich, dass es Unternehmer gibt, die sich nicht der „Geiz ist geil“ Einstellung beugen wollen. Denn diese führt ja überhaupt erst zu den teilweise massiven Einwänden und bei Gegnern des Mindestlohns für Panikmache.

    Ich persönlich kann nur sagen, dass dieser alles muss billig sein und ein Geschenke muss es auch dazu geben Wahnsinn bedeutend teurer wird auf Dauer.

    Beste Grüße

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Fischer,

      ich kann Ihnen in allen Punkten Recht geben und bin sehr froh darüber, dass es auch Kritiker gibt, die nicht nur das schlechte sondern auch die guten Seiten eines Unternehmens sehen wollen. Ich bedanke mich im Namen meiner Mitarbeiter und meinerseits bei Ihnen und würde mich freuen, wenn wir uns hier in Lengenfeld persönlich bei einer Tasse Kaffee kennenlernen würden. Sie erreichen mich unter meiner Telefonhotline-Nummer.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  16. Fam. Schulze sagt:

    Wir finden es richtig das endlich der Mindestlohn von 8,50€ kommt. So lange der Kunde es sich leisten kann, zu viel gekaufte Lebensmittel wegzuwerfen, so lange sind diese noch nicht teuer genug. Was uns maßlos ärgert sind Bäckereien welche es sich leisten können, eine Verkäuferin bis zum Ladenschluss zu bezahlen, obwohl diese seit 09.30 Uhr, nur noch leere Regale bewacht. Ich möchte als Kunde, der erst um 16.00 Uhr Feierabend hat auch noch frische Semmeln haben und nicht in einen Discounter gehen müssen um diese dort zu kaufen. Fazit für uns, stimmt die Qualität der Backwaren und sind diese auch noch nach 15.00 Uhr käuflich zu erwerben, sind wir auch bereit einen Höheren Preis zu zahlen. Aber so lange es Bäckereien gibt, die es sich leisten können am Kunden vorbei zu produzieren, solange gibt es unserer Meinung nach, noch zu wenig Bäckereien am Markt.

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrte Familie Schulze,

      aus Ihrem Schreiben kann ich nicht erkennen, ob Ihre Ausführungen unser Unternehmen betreffen. Ich kann Ihnen aber folgendes mitteilen:
      Als erstes sind wir lt. Mietvertrag verpflichtet, unsere Fachgeschäfte den Öffnungszeiten unserer Vermieter anzupassen und zweitens, bis Ladenschluss noch ein einigermaßen ausreichend gutes Backwarensortiment anzubieten. Bei Verstößen gegen den Mietvertrag ist mit fristloser Kündigung zu rechnen, so dass wir Umsatz und natürlich auch Arbeitsplätze verlieren. Des weiteren führen wir verschiedene Backwaren (Doppelbrötchen, Körnerbrötchen, Plunderstücke, Weißbrote), die in unsere Filialen als Teiglinge geliefert werden, welche hier bei uns in Lengenfeld produziert wurden und dann in unseren Fachgeschäften fertig gebacken werden. Damit ist sichergestellt, dass auch in den Abendstunden in unseren Fachgeschäften, unsere Kunden warme und frisch gebackene Backwaren einkaufen können.

      Ich hoffe, dass Ihnen das auch so in unseren Fachgeschäften entgegen gebracht wurde. Falls dies nicht der Fall wäre, möchte ich Sie bitten, mich noch einmal auf unserer kostenlosen Telefonhotline persönlich anzurufen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  17. Ulrich Koch sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    die Stangengrüner Mühlenbäckerei ist der absolute Wucherbäcker im Vogtland mit Preisen, die bereits heute um bis zu 40 % über denen anderer Bäckerkollegen liegen. Da sollte der Mindestlohn eigentlich schon bisher kein Problem gewesen sein. Wie wäre es denn mal mit ein wenig Profitverzicht zugunsten der Beschäftigten am Niedriglohnstandort Vogtland?
    Es ist zu hoffen, dass die Kunden entsprechend mit den Füßen abstimmen, was ich breits tue. Aber dann kommt ja sicher sofort die Prophezeihung, es müssten Arbeitsplätze abgebaut werden, wenn der Umsatz nicht mehr stimmt. Und das ist genau das Argument der Gegner des gesetzlichen Mindestlohnes. Mit der Arbeitsplatzkeule kann man bekanntlich alles totschlagen.
    Vielleicht ist Ihr Unternehmen für die von der Politik geduldete niedrige Kaufkraft in der Region überhaupt etwas zu aufgebläht und Sie stecken in einer Wachstumsfalle.

    1. VSeifert sagt:

      Werter Herr Koch,

      ich bin mit Anstand und Offenheit auf alle meine Kunden zugegangen, was bis jetzt noch kein Bäcker öffentlich gemacht hat. Ich begegne meinen Kritikern und Fürsprechern mit Achtung und nehme deren Meinung ernst, was ich mir natürlich von meinem Gegenüber auch gern wünsche. Deshalb finde ich Ihre Art und Weise und Ihr Niveau, was Sie hier in Ihrem Schreiben meinen fleissigen Mitarbeitern und mir entgegenbringen, nicht akzeptabel. Sie können ja gern Ihre Meinung haben, aber ich denke es gehört auch immer etwas Anstand dazu. Wenn Sie mir Profitgier nachsagen, dann besuchen Sie uns doch mal in Lengenfeld und schauen sich die Arbeitsbedingungen unserer Angestellten mal an.
      Ich denke, wir haben in den letzten 10 Jahren viel im sozialen Bereich für unsere Mitarbeiter gemacht. Unsere Mitarbeiter bekommen sogar eine Betriebsrente. Wenn Sie die Medien richtig verfolgt haben, werden sie mitbekommen haben, dass ich persönlich um jeden Arbeitsplätz kämpfe und unter keinen Umständen Arbeitsplätze abbauen möchte. Seit vielen Jahren wird ständig die Angleichung der Ostlöhne an die Westlöhne gefordert. Jetzt gehen wir einen Riesenschritt in diese Richtung und dann gefällt einigen diese Entwicklung gar nicht- wie Ihnen. Wir sind doch im Osten nicht das Schlaraffenland, wo Sie zu Ostpreisen einkaufen können und Löhne bezahlt werden, fast wie in den alten Bundesländern. Ich würde gern wissen- wenn Sie mit Ihrem Auto tanken fahren und bemerken, dass der Benzinpreis um 10 Cent zum Vortag angestiegen ist, ob Sie auch an die Mineralölkonzerne ran treten und diesen Wucher und Profitgeilheit vorwerfen. Ich könnte Ihnen hier noch mehr Beispiele aufzählen.

      Nach Ihrer Meinung wäre unser Unternehmen „aufgebläht“ und in der „Wachstumsfalle“. Hier merkt man, dass Sie absoluten wirtschaftlichen „Sachverstand“ haben. Ohne dass Sie unser Unternehmen kennen, äußern Sie sich dazu sehr „fachmännisch“.

      Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute.
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  18. Fam. Seiler sagt:

    Muß man 108 Filialen haben, die dazu noch weit von Lengenfeld entfernt sind?
    LKW Kosten (Anschaffung, Steuer, Reparatur, Kraftstoff usw.) sind meiner Meinung nach auch ein Teil der hohen Kosten von Produkte der Mühlenbäckerei.
    Auch ich gehe oft nach 15 Uhr noch zum Bäcker, wo ich frische Semmeln, auch Roggenbrötchen und andere noch bekomme. Preis zur Zeit: Doppelsemmel=35Cent.
    MfG Fam. Seiler

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrte Familie Seiler,

      die 108 Filialen, genauso wie unser Fuhrpark, haben in keinster Weise etwas mit der Erhöhung der Personalkosten zu tun. Wenn Sie mein Schreiben richtig lesen- darin teile ich mit, dass Personalkosten zum Umsatz nicht mehr als 40%-45 % betragen dürfen. Deswegen kann ich Ihnen nicht zustimmen.

      Ich würde mich freuen, wenn Sie mir mal mitteilen könnten, wo Sie nach 15 Uhr noch frische, warme Semmeln und Roggenbrötchen nach 15 Uhr bekommen und dann noch zu diesem Preis. Da möchte ich auch gern einmal einkaufen. Weil ja die meisten Bäcker in der Nacht bis an Mittag heran arbeiten und backen und da ist das schon eine Leistung, dass man dann nachmittags immer noch in der Backstube steht und für seine Kunden bäckt, für so einen absoluten Preis.

      Wenn ich Ihre Meinung verstehe, war es falsch meinerseits, Arbeitsplätze in den verschiedenen Städten zu schaffen. Ich hätte also lieber ein kleiner Dorfbäcker bleiben sollen, dann hätte ich alle diese Probleme heute nicht.

      Eins weiß ich bestimmt- unsere Mitarbeiter sind sehr froh bei uns einen Arbeitsplatz bekommen zu haben. Ich würde Sie gern mit Ihrer Familie nach Lengenfeld einladen, dass Sie sich ein Bild vor Ort von unserer Bäckerei machen können.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  19. Fam. Schulze sagt:

    Nein, es geht hier nicht um ihre Filialen. Da können wir uns nicht beklagen. Wir begrüßen natürlich, dass ihr Personal endlich den Mindestlohn erhält. Man sollte auch als Kunde bedenken, dass es sich bei der Herstellung von Backwaren um ein Handwerk handelt, und auch die Verkäuferin steht nicht für um sonst hinter der Theke. Das sollte sich einfach jeder Kunde mal vor Augen halten. Die Zeiten „von billig will ich“ sollten vorbei sein. Wer Handwerk möchte sollte auch bereit sein den angemessenen Preis zu zahlen.

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrte Familie Schulze,

      ich bedanke mich für Ihren Zuspruch und werde dies an meine Mitarbeiter weitergeben.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  20. Grewe sagt:

    Alle schreien nach mehr Lohn aber wenn es darum geht ein paar Cent mehr für ein Brot zu zahlen geht das nicht!? Kaufen kann nur wer auch etwas verdient. Ein Unternehmen muss nunmal mit Gewinn arbeiten das alle Beteiligten davon etwas haben. Werde meine Produkte weiterhin bei ihnen kaufen. Mfg

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrte Familie Grewe,

      danke für Ihr Verständnis. Für uns steht in erster Linie, dass unser Betrieb seine Ausgaben mit den Einnahmen decken kann. Der Gewinn ist dabei zweitrangig. Wir freuen uns alle sehr, dass Sie auch weiterhin bei uns einkaufen und wir versprechen Ihnen, dass wir auch weiterhin unsere gesamte Kraft aufbringen werden, den Ansprüchen unserer Kunden gerecht zu werden.

      Kommen Sie doch mal nach Lengenfeld und besuchen Sie uns in der Bäckerei. Wir würden uns sehr darüber freuen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  21. Salbuy sagt:

    Sehr geehrter Herr Seifert, meinen Glückwunsch und meine Hochachtung dafür, dass Sie die betriebswirtschaftliche Wahrheit in einem öffentlichen Forum vertreten. Ich halte den Eingriff der Politik in den bestehenden Marktmechanismus für mehr als fraglich. Ein Mechanismus, der von den Faktoren Umfeld und dessen Kosten(Mieten), Demographie und Angebot schon seit Jahrhunderten das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage gefunden hat. Einzig Eingriffe jedweder regulatorischer Art haben immer wieder zu Problemen geführt. Und so sollte man auch den Blick auf den Nutznießer lenken. Steigende Löhne = steigende Sozialabgaben und als Reaktion : steigende Preise= höhere Umsatzsteuereinnahmen. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.
    Das dabei hier im Osten Unternehmen in Schwierigkeiten gebracht werden, die in strukturschwachen Bereichen Arbeitsplätze geschaffen haben und weiter ausbauen und damit Hunderten von Menschen die Möglichkeit geben, in ihrer Heimat ( in der das Mietniveau nicht auf Höhe München oder Frankfurt liegt) zu bleiben und zu Leben wird dabei allzuoft übersehen.
    Ich wünsche Ihnen und ihren Mitarbeitern das auch diese Hürde genommen wird und die Lippenbekenntnisse zu Qualität, Regionalität, Handwerk nicht wieder am Mammon scheitern.

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Salbuy,

      Ihrem Schreiben kann ich nicht hinzufügen- in jeder Beziehung 100%ige Zustimmung. Ein großes Dankeschön für Ihr Verständnis und die aufmunternden Worte. Es tut gut, wenn es Menschen gibt, die auch über den Tellerrand hinwegblicken. Ihre Wünsche werde ich an meine Mitarbeiter weitergeben und verspreche Ihnen, auch weiterhin Ihr regionaler Bäcker zu sein.

      Ich würde mich freuen, wenn wir uns einmal kennen lernen könnten-vielleicht bei einer guten Tasse Kaffee hier in unserer Bäckerei in Lengenfeld.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  22. Sebbel sagt:

    Ich finde es in Ordnung mit den Preiserhöhung,solang die 4% – 6% einschließlich dafür genutzt werden das Die netten Verkäuferinnen die eine gute Arbeit machen gerechten Lohn bekommen. Wenn dadurch eventuell auch noch eine zusätzliche Kraft am Samstag, meine Nette Verkäuferin steht von morgen bis Abends am Samstag Lächeln hinter der Theke, Eingesetz werden wäre das Verständlich und Akzeptabel.

    Die frage die ich mir stelle aus dem Text heraus, bekommen die Verkäuferinnen hinter der Theke durch die Erhöhung jetzt schon den ab 01.01.2015 gesetzlich festgelegten Mindestlohn ?

    MfG Sebbel

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Sebbel,

      als erstes möchte ich Ihnen nochmalig 100 % versichern, dass die diesjährigen Preiserhöhungen komplett in die Entlohnung unserer Mitarbeiter fließen. Es ist richtig, dass in umsatzschwächeren Fachgeschäften teilweise pro Schicht nur eine Verkäuferin arbeitet und wir auch schon einige dieser Geschäfte durch zusätzliche Öffnung Sonntags (4 Stunden), mit einer zusätzlichen Mitarbeiterin besetzt haben. Teilen Sie mir doch bitte den Standorts Ihres Fachgeschäfts mit, damit wir ihn prüfen können.

      Die Erhöhung des Lohnes unserer Mitarbeiter auf 8,50 €, im Zeitraum von 1 Jahr, wurde in unserer Stufenplanung genau festgelegt. Seit ersten Juli ist die 2.Stufe der Lohnerhöhung angelaufen, bei allen Mitarbeitern die es betrifft, so dass die letzte Stufe- der Sprung auf die 8,50 €- zum 01.01.2015 ordentlich vollzogen werden kann.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

      1. Sebbel sagt:

        Danke Herr Seifert für Ihre Antwort. Ich wohne in Gera und gehen in die Filiale in der Dornaer Str. 19

        Ich bin immer sehr zu Frieden mit eurem Angebot und mit den Verkäuferinne hinter der Theke. Das Fitberrybrot, Mühlenvollkornbrot ist für mich der absolute Favorit vom Geschmack und Frische her auch nach zwei, drei Tagen zu Hause.

        1. VSeifert sagt:

          Sehr geehrter Herr Sebbel,

          vielen Dank für Ihre Rückantwort. Ich würde mich freuen, wenn wir uns mal kennenlernen würden und ich danke Ihnen für den Zuspruch zu unseren Produkten.

          Mit freundlichen Grüßen
          Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
          Volker Seifert

  23. Nico Zielke sagt:

    @Salbuy: Die Notwendigkeit, manche Arbeitnehmer in einigen Unternehmen „aufzustocken“ wird gleich mit beseitigt und damit die Sozialausgaben verringert, wenn der Plan der Bundesregierung tatsächlich aufgeht.

    Unsere Regierung steckt derzeit in einem Goldrausch. Noch nie zuvor, war die Regierung in der Lage, sich mit einem fast ausgeglichenen Haushalt vollmündig zu brüsten, da sie bis heute nicht einmal selbst in der Lage war, das Unternehmen „Deutschland“ wirtschaftlich zu führen. Die letzten Register wurden gezogen, um das Ziel zu erreichen. Und das Ganze lieber heute als morgen, denn es kommen auch wieder wirtschaftlich schlechtere Zeiten und es wäre jetzt peinlich das selbst gesteckte Ziel zu verfehlen. Unsere Abgeordneten schaufeln ständig neue Milliardengräber und sich die Taschen selbst voll. Ein Skandal jagt den Nächsten in dieser Bande, wie man zum Beispiel in der CSU dieses Jahr gut verfolgen kann, und das ist mit Sicherheit auch nur die Spitze des Eisbergs. Da stört es komischerweise niemanden bzw. ist ja auch niemand direkt greifbar. Um das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts auf Teufel komm raus bis 2015 zu erreichen, wird keine Steuer direkt erhöht. Das stünde auch im Wiederspruch zu den „sprudelnden Steuereinnahmen“. Stattdessen werden einfach die Unternehmer zum Sündenbock gemacht und über die Mehreinnahmen des Mindestlohns, sofern ein Unternehmen nicht den Bach runter geht, in vielerlei Hinsicht indirekt mehr Steuern eingenommen und Unternehmen in größte Schwierigkeiten gebracht. Es wird zusätzlich eine umstrittene PKW-Maut, wohl wissend, dass sie von Brüssel später als rechtswidrig zerlegt wird, durch gewunken, die Habenseite des Geiers weiter erhöht, um nur ein weiteres Beispiel zu nennen. Ich frage mich, wo der Verstand geblieben ist?

    Ich bin absolut dafür, dass jeder Arbeitnehmer von seinem Gehalt oder Lohn vernünftig leben können sollte aber es sollte nicht über einen Mindestlohn erzwungen werden, der am Ende sowieso durch steigende Ausgaben durch Preiserhöhungen wieder auf gezerrt wird. Die Gewinner sind hier nicht die Arbeitnehmer und auch nicht die Arbeitgeber. Den Unternehmen wird knallhart die Pistole auf die Brust gesetzt, Bauernopfer akzeptiert und das ist falsch! Außerdem hat es jeder Arbeitnehmer selbst in der Hand, seinen Lohn oder sein Gehalt durch Weiterbildungen, Berufswahl oder Verhandlungen zu beeinflussen, sich selbständig zu machen und für sich und eventuell Andere Verantwortung zu übernehmen. Ich brauche dafür keinen Vormund. Ich finde es schlimm, dass Unternehmer immer unter Generalverdacht der Bereicherung gestellt werden und immer nur gejammert, geschimpft und gehetzt wird. Natürlich muss auch jedem klar sein, dass ein Unternehmer einer AG, wie Herr Seifert, der mit all seinem Hab und Gut haftet, nicht für unter 8,50 € arbeiten wird. Es ist mutig, sich der Herausforderung öffentlich zu stellen. Man muss sich erst mal vor Augen führen, dass er für 690 Mitarbeiter einen Job geschaffen hat, die ihn verlieren könnten und dann hat niemand etwas davon. Und ich rate dazu, kritische Kommentare, auch auf anderen Seiten, auch kritisch zu hinterfragen, denn es gibt immer 2 Seiten einer Medaille.

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Zielke,

      es ist schön dass es Menschen gibt, die nicht nur in eine Richtung denken, sondern auch das Große-Ganze betrachten und ich kann Ihnen nur zu 100% rechtgeben. Ich würde mir wünschen, dass es noch mehr Menschen gibt, die dies in diesem Umfang genau so sehen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  24. Christoph Messerschmidt sagt:

    Diskutiert wurde lange und ausgiebig über den Mindestlohn. Nun ist er da.
    Für all die guten Geister, die bisher für weniger arbeiten mußten, vielleicht doch ein Lichtblick und es werden ja auch ein paar Euro mehr in die Rentenkasse abgeführt. Auch nicht zu vergessen.

    Was mich eigentlich mehr bewegt bei diesen Großbäckereien, ist die Frage wie effizient sie wirklich sind. Die Kostenstruktur ist doch erheblich und ihre Stückpreise der Ware liegen praktisch fast immer über den Preisen der kleinen noch vorhandenen Bäckereien mit wesentlich weniger Auftragsvolumen.
    Ein weiteres Problem, was wird mit den Backwaren die am Abend übrig bleiben. Bei vollem Sortimentsangebot sicherlich Riesenmengen. Kleinere Bäckereien beschenken karitative Einrichtungen wie z. Bsp. die Tafeln oder verkaufen es am nächsten Tag preisgesenkt. Mit dem Gedanke, daß dieses alles vernichtet wird, kann ich mich nicht abfinden.

    Dann sind auch die Mitarbeiter Botschafter nach draußen. Wenn sie gern in einem Betrieb arbeiten und das auch bekunden, wirkt das freilich auch indirekt umsatzsteigernd. Nicht zu unterschätzen!

    In ihren Filialen ist alles geschmackvoll eingerichtet und ihre Backwaren sehen sehr appetitlich aus. Vielleicht kaufe ich doch einmal bei ihnen etwas von ihrem verlockenden Mohnkuchen.

    Mit freundliche Grüßen Christoph Messerschmidt

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Messerschmidt,

      es ist richtig, dass es bestimmte Kostenfaktoren gibt, die bei größeren Bäckereien höher liegen, als bei Kleineren. Diese Mehrkosten werden jedoch abgesichert, durch bessere Einkaufspreise bei Rohstoffen, Energie und anderen. Da wir bei diesen Faktoren ja bedeutend höhere Abnahmemengen tätigen, können wir auch bessere Einkaufspreise erzielen, so dass die Mehrausgaben, nicht über die Produkte vom Kunden getragen werden müssen.
      Ein weiterer erheblicher Faktor ist, dass bei kleineren Bäckereien auch Familienmitglieder beschäftigt sind, die evt. bei Vergütung, Arbeitszeit, Urlaub und anderen Dingen teilweise nachsichtiger sind.

      Des weiteren kann ich Ihnen mitteilen, dass alle Backwaren, die am Abend noch übrig sind, hier zurück zu uns nach Lengenfeld gehen und überwiegend an regionale Tafeln wöchentlich kostenlos weitergegeben werden. Die restliche Ware wird von einem deutschen Unternehmen bei uns abgeholt und zu Hundefutter verarbeitet. Ich versichere Ihnen, dass bei uns zu 100% nichts weggeschmissen wird!! Da ich von meinen Eltern so erzogen wurde, würde ich dies auch persönlich nicht zulassen.

      Falls es Ihrerseits Interesse gibt, kann ich Ihnen das hier Gesagte auch gern bei uns in der Bäckerei in Lengenfeld zeigen und nachweisen. Ich würde mich freuen Sie einmal kennenzulernen und Sie hier bei uns zu begrüßen. Natürlich würden wir uns alle freuen, auch Sie als Kunde in unseren Fachgeschäften zu gewinnen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  25. Müller Jan sagt:

    Als Firmeninhaber muss man sich nicht auf unsere Politiker verlassen , sondern auf seinem eigenen gesunden Menschenverstand. Sie äußern sich in ihren Scheiben , das sie ihren „Mitarbeitern den Lohn zahlen können,der ihnen zusteht „.Demzufolge haben sie in den letzten Jahren wissentlich Dumpinglöhne in Kauf genommen um auf dem Markt bestehen zu können.Es ist ( bei uns auf dem Bau ) seit über 10 Jahren schon Gang und Gebe . Aber wir können unsere Preise nicht anheben ,da die „ausländische Mitbieter um Baustellen “ zwischen 30-50% billiger sind. Das Ende vom Lied-Insolvenz anmelden. Und keinen interresiert es.

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Müller,

      als Firmeninhaber werden wir uns keineswegs auf die Politiker verlassen, sondern ausschlaggebend ist immer die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens und natürlich der Zuspruch zum Unternehmen. Aber leider werden uns seitens der Politik immer wieder per Gesetz Maßnahmen auferlegt und Geld abverlangt, gegen die wir uns nicht wehren können. Siehe EEG-Gesetz im letzten Jahr- Mehrkosten pro Jahr 100.000 €. Neues Gesetz GEZ – wir haben in unseren Fachgeschäften keinerlei Rundfunk oder TV, müssen aber trotzdem für jedes einzelne Geschäft Gebühren abführen- Mehrkosten pro Jahr 12400 €.
      Ich kann Ihnen noch vieles mehr aufzählen. Ich kann Ihnen versichern, dass ich dieses Geld lieber meinen Mitarbeitern bezahlen würde, aber…???
      In meinem Schreiben teile ich Ihnen nicht mit, dass ich den Lohn schon hätte zahlen können, sondern dass ich es begrüße dass dieses Mindestlohn endlich eingeführt wird. Fast jedes Unternehmen hier im Osten von Deutschland, musste in den letzten 20 Jahren vieles auf den Weg bringen, um sein Unternehmen wirtschaftlich und produktiv auszubauen. Dies ging nicht ohne Fremdmittel, welche über Banken finanziert wurden. Wir selbst müssen in den nächsten Jahren 3,5 Millionen Euro an unsere Banken zurückzahlen.
      Das hat zur Folge, dass wir auch monatlich unsere Geschäftszahlen (BWA) bei unseren Banken vorlegen müssen. Diese Zahlen werden dann im Branchenvergleich gegenüber gestellt. Bei uns in der Branche, dürfen die Personalkosten nur zwischen 40-45% zum Umsatz liegen. Bezogen auf unsere Bäckerei lagen wir in den letzten Monaten und Jahren im Schnitt bei 42% – also wir hätten gar nicht mehr Lohn zahlen können. Durch dieses Mindestlohngesetz müssen jetzt alle höhere Personalkosten in Kauf nehmen, was zur Folge hat, dass Umsatz gesteigert werden muss. Auf der Grundlage bleibt einem Unternehmen nichts anderes übrig, als seine Verkaufspreise so zu steigern, um alle Kostenstrukturen, wie auch Lohnkosten, ins Verhältnis zu setzen.
      Ich kann Ihnen versichern, dass wir noch nie unsere Mitarbeiter für Dumping-Löhne arbeiten lassen haben. Wir hatten in den letzten Jahren mehrere Lohnerhöhungen (zwischen 2-4%) durch Mehr-Umsatz. Ich kann leider nicht über Ihre Bau-Branche sprechen, da mir hierzu die Details fehlen. Ich bitte um Ihr Nachsehen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  26. Gert Martin sagt:

    Sehr geehrter Herr Seifert,
    zunächst meine Hochachtung wie Sie sich der selbst gewählten Herausforderung stellen und – nebenbei bemerkt – einen guten Ton treffen.
    Ja, es gibt kritische Stimmen und das Misstrauen, was einem Unternehmer pauschal entgegenschlägt, geht nicht auf Ihr Verschulden. Dennoch.
    Ein Unternehmer gründet sein Unternehmen um Geld zu verdienen und nicht vordergründig um Arbeitsplätze zu schaffen. Da wären Sie der erste. Mehr Filialen heißt eben auch mehr Gewinn. Genau das ist einer der Pfeiler des Kapitalismus. Daran ist nichts zu kritisieren.
    Der Otto Normalkunde wird nicht nachvollziehen können, ob alle Preiserhöhungen in Ihren Filialen nur Einkaufpreisen und Gesetzen geschuldet sind. Ein Fakt bleibt. Ihre Konkurrenten haben die Preise nicht in dem Maße erhöht wie Sie. Gerechterweise unterstelle ich auch denen unternehmerisches Geschick.
    Was bleibt nun. Sie werden mit Ihrer Preispolitik noch mehr zum Premium-Bäcker, der für diesen Status noch mehr auf Qualität setzen muss. Sie werden weiter Kunden verlieren, die ein überschaubares Einkommen haben und sich somit weiter von den Wurzeln der Region entfernen.
    Letztlich urteilt der Markt über Sinn oder Unsinn einer unternehmerischen Entscheidung.
    Mit freundlichen Grüßen
    Gert Martin
    PS:
    Da mir keine Großhandelspreise für Rohstoffe/Agrarprodukte zur Einsicht vorliegen, habe ich mich in meinem ersten Beitrag an den Börsendaten orientiert.
    Meine Gehaltskalkulation basiert auf der Seite http://www.brutto-netto-rechner.info/gehalt/gehaltsrechner-arbeitgeber.php:
    Eine Einkommenssteigerung des Arbeitnehmers von 18% ist auch für den Arbeitgeber eine Steigerung von 18% und keine 20! SV-Beiträge des Arbeitgebers berechnen sich prozentual vom Arbeitnehmer-Brutto und kürzen sich daher bei der Steigerungsberechnung einfach aus der Formel heraus.
    Außerdem ergibt sich aus den unten stehenden Zahlen ein Arbeitgeberanteil von ca. 19% und nicht 25%, den Sie auf das Brutto als Unternehmer drauflegen.
    Angaben / Monat (mit Standardeinstellungen Gehaltsrechner)
    Bruttolohn des Arbeitnehmers 1.248,00 €
    Gesamtbelastung Arbeitgeber 1.482,31 €
    Nach Erhöhung (von 7,20 auf 8,50 / Stunde)
    Bruttolohn des Arbeitnehmers 1.473,33 €
    Gesamtbelastung Arbeitgeber 1.749,95 €
    Irgendwie kommen wir mit Zahlen auf keinen grünen Zweig.

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Martin,

      die Stangengrüner Mühlenbäckerei ist kein Unternehmen, was hauptsächlich gewinnorientiert arbeitet, sondern im Vordergrund steht immer kostendeckend zu arbeiten und sich wirtschaftlich am Markt zu etablieren. Als Unternehmer hat jeder die Verantwortung in erster Linie für seine Mitarbeiter und viele Kostenerhöhungen haben wir nicht an unsere Kunden weitergegeben, sondern aus eigener Kraft gestämmt.
      Des weiteren denke ich, dass jeder Bäcker auf seine Art Premium-Bäcker ist. Der feine Unterschied ist für mein Dafürhalten, dass einige Betriebe schauen, was ortsansässige Unternehmen als Verkaufspreise ausweisen und danach ihre eigenen Preise darauf ausrichten, was unternehmerisch sehr gefährlich ist. Wenn wir in unserem Unternehmen so verfahren würden, wäre dies das Todesurteil für unser Unternehmen.
      Bei uns wird jeder Artikel kalkuliert und über eine Mischkalkulation der Endpreis festgelegt. Bei Ihrer Gehaltskalkulation, welche mit einer Steigerung von 20 % ausgewiesen ist, fehlen folgende zusätzliche Kostenfaktoren:
      * Insolvenzgeldumlage
      * Umlagebeträge U2
      * BG-Beiträge
      * Umlage lt. Schwerbehindertengesetz
      * Umlage Ausbildungsabgabe
      * Umlage Beitrag Handwerkskammer

      Alle diese Beiträge richten sich nach dem Gesamtlohnaufkommen eines Unternehmens und bei Erhöhung der Lohnkosten, erhöhen sich auch diese Beiträge, so dass Ihre errechneter Arbeitgeberanteil von 20 % auf 25 % erhöht und dadurch ist unsere Rechnung plausibel. Da wir jährlich unsere Jahreszahlen ans Handelsgericht melden, kann jeder diese Zahlen einsehen. Damit ist sichergestellt, dass ich als Firmeninhaber meinen Kunden diese Zahlen nicht vorenthalte und offen damit umgehe.
      Ich würde mich freuen, wenn es zu einem persönlichen Gespräch käme und lade Sie hiermit nach Lengenfeld ein.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  27. Bernd Reuter sagt:

    Zur hier geführten Diskussion über den Mindestlohn habe ich nun doch einige Punkte anzumerken:

    Erstens bin ich der Meinung, dass ein Unternehmer keinen gesetzlichen Anstoß braucht, um Mitarbeiter fair und in einer Höhe zu entlohnen, die es erlaubt bei Ausübung einer qualifizierten (!) Tätigkeit und Vollzeitbeschäftigung auch davon seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

    Diesen Schritt konnte jeder Unternehmer schon in der Vergangenheit gehen.
    Auch gibt es durchaus Unternehmen in der Region, die ihre Mitarbeiter auch ohne gesetzliche Vorgaben, freiwillig oder aber aufgrund tariflicher Regelungen bereits entsprechend vergüten.

    So liegt das Tarifgehalt einer gelernten Verkäuferin (Einzelhandel Sachsen) z.B. bei deutlich über 13 Euro pro Stunde !

    Oft sind diese unternehmerischen Entscheidungen jedoch ausgeblieben, so dass es jetzt zu einem gesetzlichen Mindestlohn kommt, der eine neue Untergrenze von 8,50 Euro definiert.

    Dies lag sicher zum Einen an persönlichen Interessen des Unternehmers, zum Anderen am harten Wettbewerb und damit auch an der gelebten Mentalität vieler Verbraucher alles möglichst nur billig zu kaufen. Dabei denkt der Konsument oft nicht an die Kosten, Qualität und auch Entlohnung in der Produktionskette, bei der Wahl seiner Produkte und Einkaufsstätten.
    Ich kaufe daher überwiegend lieber etwas teurer ein und vertraue dabei auf die Qualität und sichere damit auch Arbeitsplätze vor Ort.

    Durch den gesetzlichen Mindestlohn wird nun eine Untergrenze geschaffen, die möglicherweise Unternehmergewinne reduzieren, aber auch (wo durchsetzbar) Verbraucherpreise steigen lassen wird. Es ist auch nicht grundsätzlich auszuschließen, dass Arbeitsplätze gänzlich vernichtet werden.

    Ob diese gesetzliche Mindestlohnregelung tatsächlich die individuelle Kaufkraft steigen lässt, wird sich erst zeigen.

    Was nützt eine höhere Vergütung und in der Folgekette damit höhere Steuern, Abgaben zur Sozialversicherung und ggf. steigende Verbraucherpreise, wenn ich mir so für meinen Monatslohn doch nicht mehr leisten kann ?

    Lieber Herr Seifert, an dieser Stelle meinen Respekt, dass Sie sich mutig dieser Diskussion öffentlich stellen !

    Allerdings erlaube ich mir dann auch, hier ansatzweise das zu formulieren, was viele Denken und nur hinter vorgehaltener Hand tuscheln – und da geht es um den Fuhrpark:

    Ist es wirklich wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll, Backwaren viele viele km mit einem Fuhrpark durch die Region bis in die Nachbarländer zu transportieren ? Fahrzeuge müssen angeschafft und gewartet werden, Kraftfahrer wollen entlohnt werden und die Betriebskosten (Kraftstoff, Steuer, Versicherung) sind auch nicht unerheblich.

    Das Zweite ist (nur) eine Frage der Aussenwirkung und diese zielt auf die Wahl ihrer privat genutzten PKW’s ab.

    Einerseits stellt sich hier dar „bisher konnte ich meine Mitarbeiter nicht höher entlohnen“ – andererseits wirft die Firma genug für den Vorstandsvorsitzenden ab, um ein Prestigeobjekt über die Strassen der Region zu steuern.

    Keine Frage: Unternehmerisches Handeln und Risiko muss entlohnt werden und das haben Sie – und auch andere erfolgreiche regionale Unternehmer – sich verdient ! Etwas mehr „Understatement“ würde die „Stammtischdiskussionen“ und „Neider“ jedoch schnell verstummen lassen.

    😉

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Reuter,

      wie ich schon mehrmals hier im Forum unseren Kunden mitteilte, bedarf es bei dieser Preissteigerung keines gesetzlichen Anstoßes, sondern für ein Unternehmen ist es wichtig, dass alle Kostenfaktoren in einem gesunden Verhältnis zum Umsatz stehen. Wenn wir diesen Lohn von 8,50 € schon früher gezahlt hätten, hätte es diese Preissteigerung schon zu diesem Zeitpunkt gegeben oder unser Unternehmen würde es heute nicht mehr am Markt geben. Wenn die Lohnkosten mehr als 45 % des Umsatzes ausmachen, ist abzusehen, dass ein Unternehmen in kürzester Zeit in die Zahlungsunfähigkeit schlittert. Ich denke das ist nicht in unserer aller Sinne.
      Ich stimme Ihnen 100% zu, dass ein Mitarbeiter bei Vollzeitbeschäftigung so entlohnt werden muss, dass er seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Deswegen begrüsse ich ja auch die Einführung dieses Mindestlohns. In den neuen Bundesländern gibt es in unserer Branche keine festgelegten Tarife, sondern nur Tarifempfehlungen, so dass jeder Bäcker für sich entscheiden kann, was er seinen Mitarbeitern zahlt. Deswegen gibt es bei uns Bäckern immer noch so unterschiedliche Verkaufspreise für unsere Produkte.
      Sie teilen mir mit dass im Einzelhandel in Sachen das Tarifgehalt für eine Verkäuferin deutlich über 13 € liegt. Ich möchte Ihnen hiermit eine Gegenfrage stellen! Wieviele festangestellte Kräfte gibt es im Einzelhandel und wieviel Pauschalkräfte? In den meisten Fällen ist es doch so, dass es 1 oder 2 Festangestellte gibt und wesentlich mehr Pauschalkräfte auf Geringfügigkeit.

      Es ist gut zu hören, dass Sie bei Ihrem Einkauf mehr auf Wert auf Qualität legen und teurer einkaufen und damit die Arbeitsplätze vor Ort gesichert werden.

      Ich wiederspreche Ihnen wehement, dass wir ein Unternehmen sind, dass nur gewinnorientierend arbeitet. An erster Stelle steht für uns kostendeckend zu arbeiten und sich weiter am Markt zu halten.

      Den angesprochenen, in Frage gestellten, Transport unserer Backwaren im Radius von 100 km, finanzieren wir nicht über den Endverkaufspreis unserer Produkte, sondern durch die erzielten Nachlässe, durch höhere Abnahmemengen, bei Rohstoffen, Energie usw. .

      Zur letzten angesprochenen Sache, welche mich persönlich betrifft, in Bezugnahme auf meinen Privat -PKW, möchte ich Ihnen folgendes dazu sagen:
      Ich bin mittlerweile 50 Jahre alt. Seit 24 Jahren habe ich das Unternehmen mit meinen Mitarbeitern aufgebaut. Ich darf behaupten, ich habe viel Zeit, viel Mühe und viel Risikobereitschaft eingebracht und bin nicht, wie sich manche das vorstellen, durch mein Unternehmen reich geworden. Mein Reichtum ist die Stangengrüner Mühlenbäckerei mit noch 3,5 Millionen Euro Schulden, für die ich 100 % selbst hafte.
      Wir haben viele Höhen und Tiefen in dieser Zeit erlebt und haben uns immer wieder zurück gekämpft, deswegen bin ich sehr stolz auf meine Mitarbeiter, die mit mir den Kampf täglich führen.
      Ich selbst habe ein ganz normales Haus wie jeder andere und keine Immobilien anderorts, führe ein ganz normales Leben, außer dass ich mir den Luxus leiste, Alpakas zu züchten und in meiner Freizeit auf die Jagd gehe. Ich bin einer von hier und werde einer von hier bleiben. An erster Stelle stand in meinem Leben immer meine Familie und meine Firma.
      Und jetzt wird mir mitgeteilt, dass ich darüber nachdenken soll, meinen PKW zu verkaufen, um eine Vorbildwirkung für alle zu erzielen. Dieser PKW, den Sie hier ansprechen, ist geleast und jeder Geschäftsmann, den ich kenne, hat sein Fahrzeug ob Mercedes, Audi oder Porsche, geleast. Für meinen PKW wird monatlich ein Betrag über die 1 % Regelung, welcher fast dem monatlichen Leasingpreis entspricht, von meinem Gehalt einbehalten.
      Meine Entlohnung hier im Unternehmen ist bei weitem nicht dort, wie bei vergleichbaren Unternehmen. Wer mich kennt, weiß dass ich immer offen und ehrlich mit meinen Fakten umgehe und das Ehrlichkeit an oberster Stelle bei mir steht. Ich bin in einem sehr christlichen Elternhaus groß geworden. Die Werte, die mir meine Eltern vermittelt haben, sind mir auch noch heute sehr wichtig.

      Ich hoffe damit, dass endlich diese Diskussion auch mal ein Ende findet. Übrigens bin ich bis 2001, da hatte die Mühlenbäckerei schon 240 Mitarbeiter, mit einem weißen Polo gefahren, da der Aufbau des Unternehmens für mich wichtiger war.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  28. Jürgen Heidel sagt:

    Wenn Mitarbeiter mehr Lohn bekommen und damit die Preise steigen, ist das nachvollziehbar. Nicht nachvollziehbar ist für uns, dass es eine immer grössere und unüberschaubarere Produktpalette gibt, z.B. x-Sorten Brot und Brötchen, sowie was am Schlimmsten ist, nicht nur Backwaren, sondern Lebensmittel aller Art täglich tonnenweise entsorgt werden, um bis Ladenschluss das ganze Angebot anbieten zu können. Wenn da endlich etwas Vernunft einsetzen würde, könnte sich das sogar auf die Preise auswirken. Es gibt überhaupt keine Wertschätzung, was die Herstellund von Lebensmitteln anbelangt.

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Heidel,

      Sie schreiben uns, dass es immer größere und unüberschaubare Produktpaletten gibt. Da wir mit unseren Fachgeschäften fast überall eingemietet sind, wird natürlich seitens unserer Vermieter von uns verlangt, eine reichhaltige Produktpalette unseren Kunden anzubieten. In den letzten 2 Jahren, mussten wir jedoch, durch enormen Anstieg der Rohstoffkosten, unsere Produktpalette leider ausdünnen, so dass wir heute täglich 120 verschiedene Produkte in unseren Fachgeschäften anbieten. Vor 2 Jahren waren dies noch 160 verschiedene Produkte. Die Produkte, welche vom Vortag zurück kommen, werden bei uns nicht weggeschmissen, sondern mehrere regionale Tafeln holen täglich diese Waren kostenlos ab. Der Rest wird von einer Firma aus Brandenburg zu Hundefutter verarbeitet. Bei einem Besuch in unserer Bäckerei, würde ich gern den Nachweis erbringen und Sie können sich ein Bild selbst vor Ort machen.

      Auch wir selbst stellen täglich fest, dass Lieferanten und Dienstleister, welche mit uns in geschäftlicher Beziehung stehen, mittlerweile Preise erhöhen, um den geforderten Mindestlohn zahlen zu können. Die Spirale dreht und dreht sich immer weiter und am Ende stehen wir vor dem Endverbraucher und müssen uns rechtfertigen. Dieser Aufgabe stellen wir uns auch.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  29. Wolfgang Lindner sagt:

    Sehr geehrter Herr Seifert!

    Wenn Sie jetzt gezwungen werden, den gesetzlichen Mindestlohn zu zahlen zeigt mir, daß vorher Ihr Personal für einen nicht angemessenen Lohn (um nicht zusagen Hungerlohn) arbeiten mußte. Ich bewundere Ihre Mitarbeiter, daß sie sich unter den Wert verkauft haben, ich jedenfalls würde es nicht tun.

    Warum Sie Ihre Kalkulation ins „Net“ stellen (den Lohnanteil betreffend) ist für mich nicht nachvollziehbar denn jede Veränderung der Kosten zieht eine neue Preiskalkulation nach sich und dies betrifft alle Unternehmen. Man muß doch nicht den Kunden erklären, warum die Waren um einen gewissen Prozentsatz teurer geworden sind. Die neuen Preise, resultierend aus dem Mindestlohn; und dies betrifft bestimmt alle Gewerke, müssen wir alle tragen, es hilft nur, bewußt mit den Waren umzugehen, zu sparen und nichts in den berühmten Müll werfen. Wenn wir alle dies beherzigen hat der Mindestlohn in Ihren Gewerke sein Ziel erreicht.

    Mit freundlichen Grüßen

    Wolfgang Lindner

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Lindner,

      Sie teilen mir mit, dass wir, nach Ihrer Meinung, unsere Mitarbeiter mit einem Hungerlohn abgefunden haben. Ich denke bei einem Stundenlohn von 6,80 € im Schnitt, den wir zahlten und einer Urlaubszusage von 28 Tage pro Jahr, waren wir gegenüber Mitbewerbern in unserer Branche und gegenüber den Tarifempfehlungen seitens der Innung, im oberen Drittel. Deswegen bin ich nicht der Meinung, dass wir einen Hungerlohn zahlten und unsere Mitarbeiter hier ausgebeutet haben. Es ist ja schön zu hören, dass Ihr Arbeitgeber Ihnen bessere Voraussetzungen bietet, als bei uns im Bäckerhandwerk.

      Zu Ihrer Frage „warum wir die Kalkulation ins Netz stellen“, kann ich Ihnen mitteilen, dass sich ein Kunde (Herr Martin) hier im Forum gemeldet hat und wollte von mir eine Erklärung. Es ist richtig, dass jede Veränderung der Kosten neue Preiskalkulationen nach sich zieht und es ist auch richtig, dass diese Problematik alle Gewerke betrifft und ich gebe Ihrer Meinung 100% Recht, dass mit den Lebensmitteln bewusst umgegangen werden muss. Wie Sie hier im Forum mehrmals lesen können, werfen wir keine Waren weg, die zurückkommen, sondern geben sie überwiegend an Tafeln weiter.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  30. B. Hermsdorf sagt:

    Sehr geehrter Herr Seifert,

    ich habe in den letzten Tagen in Ihrer Filiale in Oberlungwitz, in der ich seit Beginn zufriedener Stammkunde bin, Ihr Informationsschreiben zum Thema Mindestlohn erhalten.

    Ich meinerseits bin ein Befürworter dieses Beschlusses und akzeptiere die damit von Ihnen dargelegten Konsequenzen in jeder Form!
    Die Qualität Ihrer Produkte, der Service und auch das Personal, ist es mir Wert den zukünftigen „Aufpreis“ zu zahlen.

    Ich als Mitarbeiter in einem innovativen IT-Service-Unternehmen, biete Ihnen an, mich mit Ihnen zusammenzusetzen und über Ihre IT-Prozesse zu sprechen.
    Dabei ist es gut möglich, ein gewisses Potential an Einsparungen zu ergründen, wovon Ihre Kunden und Ihr Unternehmen zukünftig profitieren werden.

    Mit freundlichen Grüßen

    B. Hermsdorf

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Hermsdorf,
      vielen Dank für Ihre Akzeptanz und Verständnis und auch vielen Dank für die lobenden Worte über die Qualität und unser Personal.
      Dies werde ich heute noch an meine Mitarbeiter weitergeben.

      Ihren Wunsch nach einem Termin in unserem Unternehmen, können wir gern realisieren. Ich bitte Sie, sich hierfür, mit unserem IT-Mitarbeiter Herrn Zielke unter der Rufnummer
      037606/37548 in Verbindung zu setzen, zwecks Terminvereinbarung.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  31. Volker Löschner sagt:

    Sehr geehrter Herr Seifert,

    ich kann die Einführung des Mindestlohnes nur begrüßen und bin auch gern bereit dafür etwas mehr zu bezahlen. Genau so freue ich mich für all die Berufe(Friesur,…) die endlich etwas besser von Ihrem Lohn leben können.
    Ich kann das Gemecker mancher Kunden nicht mehr hören. Alle wollen genug verdienen, was ja auch verständlich ist, aber wenn damit eine geringe Kostensteigerung der Produkte verbunden ist, wird geschimpft. Ich habe in Deutschland den Eindruck: Alle wollen alles, aber mit den Konsequenzen will niemand leben.
    Man sollte auch mal bedenken, daß in Deutschland die Lebensmittelpreise im EU-Vergleich mit die Niedrigsten sind und deren Wert und Aufwand für die Produktion nicht genug geschätzt wird. Das unsere Lebensmittelpreise nicht zu hoch sind, ist an der riesigen Mengen von weggeworfenen Lebensmitteln zu sehen. Aber die „Geiz ist geil Mentalität“ bei uns ist insbesondere durch die Werbung voll angekommen, was mich jedoch „anko….“.
    Ob nun die Preiserhöhungen komplett bei den Verkäuferinnen ankommen, kann und will ich nicht prüfen aber ich glaube es Ihnen. Wenn alle so viel Transparenz an den Tag legen würden wären wir schon viel weiter.
    Ich gehe weiter in Ihren Filialen einkaufen. Das nie bei einem Bäcker alles den persöhnlichen Geschmack trifft ist normal und war schon immer so.
    Lassen sie sich nicht beirren.
    Gruß aus Planitz

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Löschner,

      nach dem Lesen Ihrer Mail, fehlen mir gleich die Worte. Das was Sie uns geschrieben haben, ist 100% Realität.
      Ich hoffe sehr, dass viele, die sich bei uns hier auf der Seite melden, diese Beitrag lesen.
      Ich bedanke mich bei Ihnen auf das Herzlichste und werde diesen Beitrag auch an meine Mitarbeiter weitergeben.
      Mit freundlichen Grüßen (eingeschlossen all unsere Mitarbeiter)
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  32. Anna sagt:

    Wenn man mehr in den Läden bezahlen muss, um dafür den Mindestlohn erhalten zu können, ist das traurig. Vorallem was hat man von mehr Lohn, wenn man ihn gleich beim Bäcker wieder ausgeben muss.
    Die Preiserhöhung hier ist die Spitze vom Eisberg. Es werden andere Branchen nachziehen und dann ist der MIndestlohn wieder ein Bettellohn.
    Ich habe noch keinen Mindestlohn und muss dennoch jetzt schon mehr beim Einkaufen bezahlen.

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrte Frau Anna,
      es wurde über viele Jahre hin immer wieder gefordert, dass sich das Lohnniveau im Osten dem im Westen angleichen sollte.
      Jetzt wo es soweit ist und wir dort ein Stück näher rücken, sind einige nicht gewillt, dementsprechend etwas mehr für ihre Lebensmittel zu zahlen.
      Wir können nicht auf der einen Seite verdienen wie im Westen und auf der anderen Seite Verkaufspreise wie im Osten haben.
      Wenn dies so wäre, gäbe es bei uns hier im Osten bald keine Handwerksbetriebe mehr.

      Ich habe Verständnis für Ihre Aussagen aber das Problem liegt hier nicht bei den Verkaufspreisen sondern am höheren Anteil der abfließt durch die Erhöhung der Löhne (Steuern und Sozialabgaben an die
      Krankenkassen), was wir als mittelständiger Handwerksbetrieb nicht beeinflussen können.

      Ich hoffe und wünsche mir, Sie trotzdem bei uns in unseren Fachgeschäften weiterhin zu begrüßen.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  33. D. Franke sagt:

    Hallo,

    grundsätzlich verstehe ich ja Preiserhöhung wegen des Mindestlohns, aber für mich sollte dann auch Preis/Leistung stimmen.

    Es kann nicht sein, dass ich für ein doppeltes Brötchen 0,60€ bezahle und dann ist es gerade mal so groß, dass es in meine Hand Passt (und die ist wirklich klein).
    Die Kuchenstücken werden auch immer kleiner, aber dafür immer teurer.

    Ich kaufe bei Ihnen sehr gerne Brot, weil es lange frisch ist, aber mittlerweile zahle ich dort bald das doppelte, als was ich bei einem anderen Bäcker zahle.

    Auch andere Bäckereien müssen den Mindestlohn bald zahlen und werden sicherlich die Preise erhöhen, aber diese haben das in diesem bzw. im vergangenen Jahr nicht schon mehrmals getan.

    Wo bitte bezahlt man heute für ein Stück Kuchen 1,50€? Da kann ich mich auch in ein Cafe setzen und da bekomm ich den Kuchen noch gebracht.

    In Zukunft werde ich mir leider überlegen müssen, wo ich mein Brot kaufe.

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Franke,
      Sie sprechen mich an auf Preis-Leistung. Bei uns im Betrieb sind viele Mitarbeiter täglich bemüht, qualitativ hochwertige Produkte herzustellen.
      Vieles wird noch mit Handarbeit, natürlichen Rohstoffen und ohne chemische Zusätze hergestellt, unter höchsten Ansprüchen der Hygiene.
      In Bezugnahme auf Ihre Aussagen, dass Doppelbrötchen würde 0,60 € kosten, muss ich Ihnen leider mitteilen, dass Sie wahrscheinlich nicht in unseren
      Fachgeschäften einkaufen, da unsere Doppelbrötchen, Brötchen und Spezialbrötchen im Preis geblieben sind und ein Doppelbrötchen 0,50 € kostet.
      Die Kuchenstücke können gar nicht kleiner werden, da unsere gesamten Kuchen über eine Präzisions-Kuchenschneidemaschine geschnitten werden, wo die Größe genau
      elektronisch überwacht wird und jedes Stück was die Norm nicht erfüllt, wird automatisch aussortiert und der Preis ist bei uns nicht 1,50 € sondern im Durchschnitt 1,30 €.
      Es freut mich dass Ihnen unser Brot schmeckt und Sie auch feststellen, dass es lange frisch bleibt und nicht schimmelt. Das hängt damit zusammen, dass alle unsere Brote mit reinem
      Natursauerteig hergestellt werden und ohne Zusatz von Altbrot. Unsere Rezepturen, die über Jahrzehnte geführt werden, werden streng auf Einhaltung kontrolliert.
      99 % sind alles eigene Produkte aus eigener Herstellung- keine Zukäufe. Da legen wir sehr viel Wert drauf.
      Die ständigen Preiserhöhungen die Sie hier ansprechen, sind so nicht ganz richtig. Wir hatten letztes Jahr im Februar Preissteigerungen von 4%, da per Gesetz wir verspflichtet worden sind,
      höhere EEG-Umlagen (Energie) zu bezahlen- in Summe 100.000,00 € Mehrkosten, was Sie höchstwahrscheinlich auch in Ihrem eigenen Haushalt betraf.
      Die Preisänderungen im Februar diesen Jahres und zum 01.08.2014, laufen komplett zu 100% in die Lohnzahlung unserer Mitarbeiter.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  34. Ingrid sagt:

    Sehr geehrter Herr Seifert,
    ich bin von Ihrer ganzen „Attacke“ enttäuscht und schließe mich meinen negativen Vorredner absolut an.
    Außerdem muß ich Ihnen mitteilen, das die Qualität Ihrer Produkte sehr nachgelassen hat, speziell
    das „Fitberry-Brot“ ist nicht richtig durchgebacken und schimmelt nach 2 Tagen, das gleiche gilt
    für Ihre „doppelten Roggenbrötchen“. Wieviel Roggenanteil in den Brötchen ist hätte ich auch gerne
    gewußt. Ihre Verkäuferinen konnte mir das leider nicht beantworten, bitte antworten Sie mir. Danke Ingrid

    1. VSeifert sagt:

      Werte Frau Ingrid,
      es ist schon schade-auf der einen Seite möchte ich mit meinen Kunden in einem offenen und ehrlichen Verhältnis stehen und gehe mit der
      ganzen Thematik Mindestlohn sehr offen um und auf der anderen Seite sprechen Sie hier von einer Attacke.
      Ich hoffe dass Sie dass dann auch bei anderen Unternehmen so mitteilen und ich hoffe auch dies auf Ihre Art und Weise der Energiewirtschaft und
      der Mineralölwirtschaft so mitgeteilt haben, welche nicht an ihre Kunden so öffentlich ran getreten sind.
      In Bezugnahme auf die andere Problematik – Qualität unserer Produkte- ist es für mich unverständlich, dass Sie erst jetzt auf uns zukommen und erst jetzt bei der
      Preiserhöhung dies anzeigen.
      Als ich am Donnerstag Ihre Mail erhielt, wurden noch am selben Tag 5 Fitberry-Brote ins Labor Appelt nach Leipzig gebracht. Diese Labor überprüft ständig unsere gesamten Backwaren.
      Bei dem heutigen Telefonat mit den Mitarbeitern vom Labor, wurde mir mitgeteilt, dass es kein Fitberry-Brot gibt, von den 5 gelieferten, was bis zum jetzigen Zeitpunkt Schimmelbefall vorweist.
      Diese 5 Brote wurden unter unterschiedlichen Umweltverhältnissen gelagert. Sogar bei feuchter Lagerung ist noch kein Schimmel vorhanden. Dies betrifft auch die doppelten Roggenbrötchen, die wir ebenfalls auf Ihre Anfrage dort hinschickten.
      Auf Ihre Nachfrage wieviel Roggenanteil in diesem Roggenbrötchen ist, kann ich Ihnen mitteilen, dass diese Roggenbrötchen aus Mehl mit 65% Roggenanteil hergestellt werden.
      Nach dem Gesetzgeber, müsste es mehr wie die Hälfte sein, um ein Roggenbrötchen auch als „Roggenbrötchen“ ausweisen zu können.
      Sie sehen, wir sind weit darüber.
      Mit freundlichen Grüßen
      Volker Seifert
      Stangengrüner Mühlenbäcker

  35. Johannes Schmidt sagt:

    Werter Herr Seifert
    Einen Preisanstieg,schon jezt, wegen des im Januar zu zahlenden Mindestlohnes ist nicht nachvollziehbar.Wieso kann man so etwas schon jetzt machen,somit entsteht ja jetzt ein Plus,der doch durch die Qualität und Quantität der Ware eh schon entstanden ist.
    Ich möchte normal große Brötchen kaufen und keine immer werdenden kleineren.Auch der Kuchen hat schon lange nicht mehr die Größe und doie Preise sind jetzt schon übertrieben.
    Kein Wunder, wenn immer mehr Kunden sich dem Supermarkt zuwenden und billigere Ware suchen.
    Sicher kann man die Ware dort nicht vergleichen,aber es ist billiger und man wird genau so satt.
    Wenn wenigstens die Qualität stimmen würde,dann könnte ich es noch verstehen.Aber leider ist das nicht der Fall.

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Schmidt,

      um die Auswirkungen des Mindestlohnes zum 01.01.2015 nicht einmalig voll auf den Preis umlegen zu müssen, haben wir uns entschlossen, dies in Schritten vorzunehmen, was
      am 01.02.2014 begann und jetzt zum 01.08.2014 weiter umgesetzt wurde. Die Preissteigerungen, welche nicht nur wir hätten, bei Umsetzung dieses Gesetzes, würden fast bei allen
      (wie Sie schon von anderen Bäckern in der Presse erfahren haben), zwischen 10%-15% ausmachen. Auf dieser Grundlage haben wir uns zu diesem Stufenplan entschieden.
      Natürlich ist diese Preiserhöhung im Februar und jetzt im August zu 100% in die Lohnzahlung unserer Mitarbeiter eingeflossen und unsere Mitarbeiter erhalten ab diesen Zeitpunkten
      schon mehr Lohn.
      Ihr angesprochenes finanzielles „Plus“ ist damit nicht gegeben.
      Es macht mich traurig, dass auch Sie mir mitteilen, dass Ihre geforderten Qualitätswünsche in unseren Fachgeschäften nicht erfüllt werden können.
      Ich kann Ihnen nur eins versichern, dass unsere vielen guten Mitarbeiter täglich bemüht sind, qualitativ hochwertige Backwaren zur Zufriedenheit unserer Kunden herzustellen- und das mit viel Handarbeit.
      Genauso werden wöchentlich fast alle Produkte Qualitätskontrollen unterzogen.
      Zu Ihrer Thematik „billige Brötchen / billige Lebensmittel am Markt“, kann ich Ihnen nur raten, dass Sie auf die Internetseite der Redaktion „Welt der Wunder“ gehen und die Recherche über
      „Aufgedeckt: Kann dieser Apfel mich vergiften?“ sich anschauen.
      Ich denke mehr muss ich dazu nicht sagen.
      Mit freundlichen Grüßen
      Volker Seifert
      Stangengrüner Mühlenbäckerei

  36. Heinigs sagt:

    Hallo,
    Auch ich kaufe bei Ihnen gerne Brot welches qualitativ hochwertig ist und gut haltbar, aber auch teurer als bei der Konkurrenz.
    Was mich wundert ist, das bei den Preisen für das Brot es selten bzw. nur auf Nachfrage eine Tragetüte für das Brot gibt.
    Das ist bei anderen Bäckereien selbstverständlich.
    Es ist nicht angenehm das Brot in einer Tasche mit Drogerieartikeln oder ähnlichen zusammem zu transportieren.

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Heinigs,
      danke Herr Heinigs dass Sie auch weiterhin bei uns gern Ihr Brot einkaufen.
      Es ist richtig, dass ich meine Verkäuferinnen angewiesen habe, diese Kunststoffbeutel nicht so oft auszugeben, sondern dass unsere Mitarbeiter Brot und Brötchen in Papiertüten abgepackt
      an unsere Kunden weitergeben. Da wir sehr umweltbewusst bei uns in unserem Unternehmen sind, werden wir bis Ende diesen Jahres alles was Plastebeutel sind, auf Papier-Tragetaschen umstellen.
      Es tut mir sehr leid, dass Ihr Brot,von meiner Mitarbeiterin, nicht in einer Papiertüte verpackt wurde.
      Es wäre sehr schön, wenn Sie mir die Filiale, in der Sie das Brot einkaufen, mitteilen, damit ich mich mit meinen Mitarbeitern in Verbindung setzen und dies abstellen kann.
      Es ist vollkommen nachvollziehbar und ich stimme Ihnen auch, dass es nicht sein kann, dass Lebensmittel mit anderen Artikel zusammen transportiert werden.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  37. Müller Jan sagt:

    Hallo Herr Seifert,

    Zu Ihrem Schreiben vom 04.08. 2014 um 12.08
    Die Mehrkosten des EEG und die GEZ muss auch ein „normaler Haushalt“ zahlen.
    Wir als „normalos “ können das aber auf niemanden abwelzen.Für mich ist das kein Arrgument sondern nur Ausflüchte. Und eines noch , Bitte nicht die Ost/West Vergleiche.

    PS: Bitte zahlen sie Ihren Mitarbeiter/in die 8.50 und halten die Preise Fair (für jedem).

    1. VSeifert sagt:

      Werter Herr Müller,

      es ist richtig , dass letztes Jahr die EEG-Kosten per Gesetz bei allen um 8% gestiegen sind. Nicht nur bei uns in den Betrieben, sondern auch bei uns
      im Haushalt. Daraufhin wurden von Staatsseiten alle Empfänger von Sozialleistungen mit einer höheren Vergütung bedacht.
      Des weiteren haben viele Betriebe bei ihren Mitarbeitern Lohnsteigerungen vorgenommen. Bei uns im Betrieb waren das 4,5 %.
      Daher die Frage an Sie- wo sollen wir denn als Unternehmen das Geld für diese Erhöhung hernehmen?
      Auch wenn wir im Jahr fast 4 Millionen KWH Strom abnehmen, kommen wir bei weitem nicht in den Genuss, befreit zu werden von dieser Abgabe.
      Bei uns macht das jährlich 100.000€ Mehrkosten aus und das sind bei weitem keine Ausflüchte.
      Alle unsere Zahlen können Sie jederzeit über das Handelsregister Chemnitz einsehen, da dort unsere Jahresabschlüsse veröffentlicht werden.
      Wie schon mehrmals hier im Forum gesagt- unser Unternehmen ist nicht gewinnorientiert ausgerichtet sondern einzig und allein kostendeckend.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  38. Müller Jan sagt:

    Hallo Herr Seifert

    Und wenn Sie einen Umsatzrückgang von 10% (Kundenschwund) haben,werden dann Ihre Produkte um 10% teurer ?

    1. VSeifert sagt:

      Werter Herr Müller,

      auf Ihre Anfrage, falls Umsatzrückgang von 10 % verzeichnet werden, ob wir dann unsere Produkte auch im Preis um 10 % steigern würden, kann ich Ihnen ganz klar mit nein beantworten.
      Falls es einen Umsatzrückgang gäbe, dann werden wir nicht an unseren qualitativ hochwertigen Rohstoffen sparen, sondern werden die Produktion um den gewissen Prozentsatz zurückfahren.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  39. Beate Schuster sagt:

    Sehr geehrter Herr Seifert,
    Ihre Bäckerei ist bereits seit geraumer Zeit die teuerste Bäckerei in der Region, ohne das die Produkte gegenüber anderen Wettbewerbern hervorstechen. Viele kleine Bäcker des Handwerks bemühen sich ein vertretbares Preis-Leistungsverhältnis für den Geldbeutel der Menschen zu erhalten. Ein Unternehmen Ihres Kalibers, das sich Vorstand, Aufsichtsrat, Porsche und was weiß ich noch alles leistet und dafür hohe Gehälter zahlen muß, von denen Ihre Angestellten nichts haben, sollte diesen Aufwand nicht mit Mindestlohngewährung in Verbindung bringen,. Das ist Hohn und Verdummung der Kunden. Es tut mir leid, das war es für mich, ich werde Ihre Filialen künftig meiden.
    Beate Schuster

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrte Frau Schuster,

      es ist richtig, dass wir nicht die billigste Bäckerei mit den günstigsten Preisen sind.
      Es ist nicht richtig, dass wir die teuerste Bäckerei in der Region sind. Ich könnte Ihnen auf Anhieb einige Bäckereien nennen,
      die teurer sind, als wir.
      Bei den anderen Betrieben, die Sie hier ansprechen, kann ich Ihnen leider nicht mitteilen, wie sich bei diesen das Preis-Leistungsverhältnis darstellt.
      Vielleicht fragen Sie mal nach, was dort für Löhne gezahlt werden.
      Ich finde es Ihrerseits nicht in Ordnung über unser Unternehmen, Sachen in die Welt zu setzen, was in keinster Weise der Wahrheit entspricht.
      Ich denke die Gehälter unserer leitenden Mitarbeiter und auch meins, sind der Regionalität stark angepasst und bei gleich großen Unternehmen, wird bei weitem mehr Gehalt ausgezahlt.
      Ihr angesprochener Vorstand und Aufsichtsrat, muss gebildet werden, lt. Gesetz, bei dieser Körperschaft und ich finde da nichts anstößiges weil da mehr Kontrollorgane als in einem Einzelunternehmen vorhanden sind.
      Wir sitzen monatlich mit unseren Mitarbeitern zusammen und werten alle Zahlen gemeinsam aus und bei Anstieg der Einnahmen, steigen automatisch die Löhne von allen Mitarbeitern, so dass es hier keinem zu gut geht und niemand zu kurz kommt.
      Ihre Anspielung auf meinen PKW (Panamera), muss ich schon sagen, es ist schon sehr verwunderlich, wie sensationsgeile Journalisten Sachen darstellen und es immer noch Menschen gibt, die dann dieses Lied mitsingen.
      Ich habe nie gesagt, dass dieser Porsche mir gut zu Gesicht steht, sondern ich habe der Presse gesagt, dass für jeden Betriebsinhaber, der hohe Risiken geht, viel Verantwortung trägt, es auch möglich sein muss,
      ein Fahrzeug zu fahren, was seine Möglichkeiten zulassen. Mittlerweile bezahlt man für einen gut ausgestatteten Audi A6 oder einen Mercedes E-Klasse genauso viel wie für einen Porsche Panamera. Deswegen verstehe ich nicht, warum sich einige so aufgeilen, nur wegen eines Fahrzeuges.
      Sie können doch gern über die Internetseite des Chemnitzer Handelsregister nachschauen, wie unsere Kostenstrukturen verteilt sind, wieviel wir Gewinn machen und ob ich wirklich so ein schlechter Unternehmer nach Ihren Aussagen bin.
      Ich finde es sehr schade, dass Sie künftig unsere Fachgeschäfte meiden wollen.
      Trotzdem weiterhin alles Gute.
      Mit freundlichen Grüßen
      Volker Seifert
      Stangengrüner Mühlenbäcker

  40. Günther Blechschmidt sagt:

    Sehr geehrter Herr Seifert, zunächst begrüße ich Ihre in die Wege geleitete offene Problemdarlegung.
    Ich unterstütze Ihre Ansicht, auch weiterhin keine Qualitätsabstriche durch weniger wertvolle Rohstoffe zuzulassen. Nun, wenn Arbeitskraft teurer wird, muß man Überlegungen anstrengen, wie man eben Arbeitszeit einsparen kann. Ich war beruflich als Technologe in der Industrie tätig und verrate Ihnen, dass man das Arbeitskräfteproblem vor etwa 30 Jahren im Rahmen der “ S…….. Rationalisierung“ ( Sie wissen sicherlich, welches Wort ich hier meine ) löste bzw. zumindest zu lösen versuchte.
    Warum sollte das auch heute nicht möglich sein?
    Ihr Unternehmen wuchs rasant ( Herzlichen Glückwunsch!) zum nahezu Industriebetrieb! Ihr Unternehmen hat somit typischen Industriecharakter erreicht und nichts mehr mit dem „romantisch“ klingenden Firmennamen einer handwerklich arbeitenden „Mühlenbäckerei“ gemein.
    Ich darf Ihnen verraten, das mein Lieblingsprodukt Ihre vorzüglich schmeckende Pflaumenschnecke ist.
    Nun frage ich, wenn Ihr Unternehmen derart wuchs und somit auch die Losgröße für die Pfaumenschnecke, warum greift hier kein Rationalisierungseffekt? Ich meine natürlich weder Industrierobotereinsatz noch Bandarbeit, aber es gibt bestimmt viele Hilfsmittel in Ihrer Branche, die handwerkliche Handgriffe erleichtern können. Und im übrigen könnte auch ein betriebliches Verbesserungsvorschlagswesen ( früher Neuererwesen genannt) hilfreiche Beiträge leisten.
    Also nochmal zusammengefasst:
    Wenn Arbeitskraft teurer wird, muß man „geiziger“ mit ihr umgehen und Einspareffekte prüfen und veranlassen.
    Preiserhöhungen hingegen sind die „billigste“ Art, dem Problem auszuweichen.
    Und abschließend:
    Eine alte Weisheit sollte man stets im Auge behalten: „Der Kunde sollte König sein!“ ( Und natürlich auch weiterhin bleiben!….Denn ich denke, Sie und Ihr Unternehmen brauchen Ihn einfach! )
    Günther Blechschmidt

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Blechschmidt,

      vielen Dank erst einmal für Ihre Zustimmung und die Wertschätzung der vielen Mühe, die wir uns gemacht haben und immer noch machen, um mit unseren
      Kunden das erste Gespräch zu suchen.
      Da unsere Interessenverbände, wie z.B. Innung Sachsen, keinen Arsche in der Hose haben und es nicht für nötig halten, dieses sensible Thema in
      der Öffentlichkeit anzusprechen (was ich sehr schade finde), haben wir für uns entschieden, den ersten Schritt zu machen, da es die Zeit des Aufschubs so nicht mehr gibt.
      Es ist richtig, wenn man höhere Löhne zahlen soll, zu rationalisieren und die Arbeit nicht mehr von Menschen sondern von Maschinen ausführen zu lassen. Aber wie Sie wissen,
      in jeder Handwerksbäckerei, zu der wir auch gehören und ich betone, wir sind kein Industriebetrieb, ist diese Rationalisierung nicht immer umsetzbar.
      Wenn Ihre Mutter oder Ihre Frau Kuchen bäckt, gibt sie sich ja auch sehr große Mühe und nimmt dazu natürliche und hochwertige Rohstoffe, ohne Zusätze von Chemie, was natürlich einen
      sehr hohen Arbeitsaufwand oder Kostenfaktor ausmacht. Dies können Sie gleichsetzen mit unserer Bäckerei.
      Aus diesem Grund heraus, ist die Rationalisierung nur bis zu einem begrenzten Maaß möglich. Ich muss Ihnen widersprechen zu Ihrer Aussage, dass wir rasant gewachsen sind. Das ist so nicht richtig,
      da wir unser Unternehmen in den letzten 23 Jahren in Ruhe aufgebaut haben. Wir haben keine anderen Bäckereien dazu gekauft, wir haben es auch abgelehnt mehrere Filialen von anderen Bäckern, welche insolvent gegangen sind (siehe Grams) in kürzester Zeit zu übernehmen, da wir ja wissen, dass bei rasanter Zunahme von Quantiät, die Qualität auf der Strecke bleibt und wir somit Abbruch in unseren bestehenden Geschäften hätten.
      Ich möchte Ihnen auch widersprechen, dass wir den typischen Industriecharakter hätten und ich möchte Ihnen das gern bestätigen, in dem ich Sie, Herr Blechschmidt, mit Ihrer Familie einlade, wo Sie sich
      ein Bild vor Ort machen können. Es ist richtig, dass die menschliche Arbeitskraft der teuerste Faktor im Unternehmen ist, aber ein Unternehmen kann nur mit guten Mitarbeitern existieren und weiter bestehen
      und unsere Mitarbeiter haben den größten Anteil daran, dass unsere Mühlenbäckerei so dasteht, wie sie sich heute präsentiert.
      Ein Versprechen gebe ich Ihnen hiermit- bei uns war und ist der Kunde immer König und das wird auch so bleiben. Deswegen versuchen wir auch ständig unsere Produkte noch qualitativ besser herzustellen, nicht auf Fertigmischungen zu setzen und unser Verkaufspersonal ständig auch weiterzuentwickeln und zu schulen.
      In diese Maßnahmen investieren wir sehr viel Zeit und Geld.
      Wie gesagt, ich würde mich freuen, wenn Sie uns in Lengenfeld einmal besuchen.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  41. Guenther sagt:

    Arbeit soll sich lohnen, jedoch ist meines Wissens nach der Mindestlohn erst 2015 ein Thema.
    Wir wollten eigentlich zum Schulanfang bei Ihnen für 40 Gäste Kuchen bestellen, jedoch sehen wir von einer Bestellung aufgrund dieser massiven Preissteigerung pünktlich vor dem Schulanfang ab. Die Höhe des Kuchenpreises läßt sich leider nicht mit dem Verdienstniveau im Vogtland / Erzgebirge vereinbaren. Sicherlich sind solche Preise in Berlin oder München umsetzbar.
    Zudem stehen diese Preise mit Sicherheit in keinem Verhältnis zum Wareneinsatz.
    Ich denke, dass Sie mit dieser Strategie anderen Bäckerei entgegenkommen, die zu fairen Preisen verkaufen. Wir werden zukünftig zu einem günstigeren Bäcker gehen.

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Günther,

      es ist richtig dass der Mindestlohn erst im Januar 2015 kommt aber unserer Meinung nach, wäre es falsch, dann im Januar die Preise um 10%-15% hochzuziehen, was auf unsere
      Kunden dann wie ein Bumerang wirken würde. Deshalb haben wir uns für einen Stufenplan entschieden.
      Im Vergleich zu vielen anderen Mitbewerbern, stehen wir mit unseren Verkaufspreisen im oberen Mittelfeld.(siehe Sternbäckerei Kaufland usw…)
      Nach unserem jetzigen Kenntnisstand, gibt es schon einige Bäckereien, Fleischereien und Lebensmittelhändler, die ohne Vorankündigung auch ihre Verkaufspreise erhöht haben.
      Ihrer Meinung nach, würden vergleichsweise unsere Verkaufspreise gleichgesetzt sein wie Bäckereien in München oder Berlin. Ich würde sehr mit Ihnen in einer der Großstädte mal fahren und
      dort zusammen die Preise vergleichen. Da werden Sie feststellen, dass im Schnitt die Preise um 20% höher sind.
      Ihre Aussage war, dass Sie Kuchen für 40 Gäste bei uns bestellen wollten aber aufgrund massiver Preissteigerung davon absehen.
      Wenn Sie 0,10 € mehr pro Stück Kuchen als massiv ansehen, dann gehen leider unsere Meinungen weit auseinander. Viele unserer Kunden teilen uns in Gesprächen mit,
      dass unser Kunden wie hausgebacken wäre. Das begründet sich zum Einem auf unseren alt hergelieferten Rezepturen, den qualitativ hochwertigen Rohstoffen und zum Anderen, dass unser
      Kuchen noch per Hand hergestellt wird. Täglich sind über 40 Konditoren bei uns im Haus damit beschäftigt, hochwertige und sehr gute Backwaren herzustellen.
      Falls Ihr Interesse noch besteht, Ihren Kuchen doch für Ihren Schulanfang bei uns zu bestellen, ist es schon immer möglich, bei Abnahmemengen über den normalen Schnitt, nach Anfrage bei den Verkäuferinnen,
      auf Ihren Einkauf Rabatt zu bekommen. Wir haben täglich Anfragen von unseren Kunden, über unsere Fachgeschäfte, nach Rabattierungen bei Mehrabnahme.
      Zu guter Letzt, möchte ich Sie und Ihre Familie zu uns hier nach Lengenfeld einladen und Ihnen anhand unserer Zahlen zeigen, in welchem Verhältnis unsere Preise zum Wareneinsatz stehen.
      Dann haben Sie auch die Möglichkeit, sich ein Bild vor Ort zu machen, unter welchen Arbeitsbedingungen unsere Mitarbeiter hier arbeiten und mit wieviel Handarbeit unsere Produkte hier hergestellt werden.
      Ich denke, auch Ihre günstigen Bäcker werden in den nächsten Wochen und Monaten ihre Preise erhöhen, so dass Sie evt. Ihre Meinung zu unseren Gunsten revidieren.
      Mit freundlichen Grüßen
      Volker Seifert
      Stangengrüner Mühlenbäcker

  42. Marcel Franz sagt:

    Ich finde es Gut das über den Mindestlohn geredet wird. Es betrifft ja letztendlich alle Branchen, besonders in Ostdeutschland.Bedauerlich finde ich es allerdings, daß es erst eines gesetztes bedurfte um Lohnuntergrenzen zu finden.
    Wenn eine Semmel(Doppelbrötchen) sagen wir mal 50 Cent kostet…und eine Mitarbeiterin bisher rein fiktiv angenommen 8 Euro p. Sunde Brutto verdient hat…bedeute dies rein auf den Umsatz gerechnet 16 verkaufte Semmeln. Jeder weiß aber, das man um wirtschaftlich zu arbeiten es mehr als 16 Semmel pro Stunde braucht…es hängt ja auch noch die Bäckerei, die Logistik und die Verwaltung dran.deswegen ist es vollkommen ehrlich ordentliche Preise zu verlangen um ordentliche Löhne zahlen zu können.Man darf sich nicht mit den Discountern messen, diesen Wettberwerb würde man dann verlieren.Qualität und Geschmack zählt.Mir ist eine leckere Semel oder oder ein echt gutes Brot vom Handwerker 10 mal lieber und merh Wert als ein Tiefkühlaufbackobjekt aus der Ukraine vom Discounter.Also Stangengrüner Bäckersleut, bleibt dran…lasst euch nicht abbringen von dem Kurs und messt euch nicht mit den Billigeren sondern mit den GUTEn am Markt.Nur kann man Bestand haben.Und eine Bitte, werdet nicht zu groß, bleibt Regional, ihr habt HIER euren Markt setzt auf Qualität und Geschmack nicht auf den Preis!Ich zahle gern etwas mehr wenn es mir schmeckt. Ich muß aber ehrlicherweise dazu sagen daß ich bis jetzt noch kein Kunde bin aber eure Filialen in Naila und Helmbrechts kenne.Letztendlich nützt ein höherer Lohn in allen branchen jedem.Denn wer mehr Geld hat, muß weniger sparen und kann sich auch mal was extra gönnen.Irgendwo muß ja mal der Anfang gemacht werden und eines ist Sicher, nur Qualität hat am markt Bestand, der Preis ist nur Zweitrangig.Was nützt mir ne bilige Semmel, wenn sie nicht wirklich schmeckt.Also weiter so, versteckt euch nicht hinter dem Mindestlohn, weil den müssen dann ja alle zahlen.Ihr seid ein großer Betrieb und es ist schwierig sich am markt zu Behaupten was der fall dr Bäckerei Gramms aus bamberg ja gezeigt hat. Deswegen habt den Mut und zahlt ordentliche Löhne, sonst gibts keine Bewerber mehr um Stellen, der Wettbewerb hat jetzt eingesetzt und nicht nur beim Brotpreis sondern auch bei den Löhnen in Sachsen und in Oberfranken.Wer gute Qualität biete und GUT zahlt der bleibt!! der Rest wird über kurz oder lang in Insolvenz gehen müssen.

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Franz,
      als erstes bedanke ich mich bei Ihnen für Ihre Mail und für Ihren Zuspruch.
      Ich kann Ihnen versprechen, dass wir uns in keinem Fall mit anderen Anbietern im Preis messen wollen- wenn dann nur in der Qualität. Desweitern kann ich Ihnen versprechen, dass wir in unserer Betriebsgröße, wie wir jetzt sind, bleiben und nicht an Größe zunehmen wollen, da wir zum Einen ein Familienbetrieb und zum Anderen ein Handwerksbetrieb sind. Wir sind ständig bemüht, die Qualität unserer Produkte zu verbessern oder mindestens beizubehalten.
      Da wir fast komplett ohne Fertigmischungen arbeiten und unsere Backwaren ausschließlich aus natürlichen Rohstoffen hergestellt werden, über unseren hauseigenen Natursauerteig, über Vorteigführung bei unseren Weizenprodukten und der schonenden Behandlung der Körner und Spezialmehlen, ist es uns möglich Produkte über unsere Fachgeschäfte anzubieten, die es so nicht in anderen Bäckerei oder Konditoreien gibt, was uns enorm von anderen Mitbewerbern absetzt.
      Wir wollen für unsere vielen täglichen Kunden auch weiterhin ihr regionaler Bäcker bleiben und werden diese Kunden auch nicht über den Preis, sondern über die Qualität zum Kauf inspirieren.
      Also wie gesagt, vielen Dank für Ihre Mail und vielen Dank, dass Sie auch weiterhin unser Kunde bleiben.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

      PS: Bitte entschuldigen Sie, dass ich Ihre Mail erst jetzt beantworte, da ich einige Tage außer Haus war.

  43. Monika sagt:

    Sehr geehrter Herr Seifert,
    ich verstehe einen Preisanstieg Ihrer Artikel Aufgrund der höheren Lohnkosten und EK-Preise, auch der Großhändler wird die Preise erhöhen.
    Negativ ist das leider für Rentner, diese bekommen keine Rentenerhöhung und müssen noch mehr rechnen.
    Was mir aber sehr negativ in Ihrem unternehmen aufgefallen ist, sind die unterschiedlichen Größen der Kuchenstücke. Bitte legen Sie endlich eine Größe fest, ich komme mir als Kunde schon vera… vor wenn ich diese verschiedenen Stückgrößen in einer Theke sehe. Und noch ein Tipp, senken Sie Ihre Preise am Ende des Tages, oder machen Sie kurz vor Schluss Paketpreise um Ihre hohe Retour zu senken. Auch so können Sie dann die Lohnkosten besser bewältigen. Bei der Konkurrenz geht das ja auch und die Kunden kaufen das meiste sowieso über den Tag hinweg und nicht erst abends. Einen größeren Verlust werden Sie dadurch nicht erreichen, als wenn Sie alles anschließend weg werfen.

    Ich wünsche Ihnen weiterhin alles Gute für die kommenden Geschäftsjahre.
    Danke.

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrte Frau Monika,
      wie schon viele in den letzten Tagen in d er freien Presse lesen konnten, liegt das Niveau der Rentenanpassung zwischen Ost und West nur noch 8% auseinander und dies soll ja in den nächsten Jahren gleichgezogen werden.
      Bei der Entlohnung der Mitarbeiter im Handwerk, liegt das Niveau zwischen Ost und West immer noch zwischen 20% und 25 % auseinander, was durch das Gesetz des Mindestlohnes, prozentual verringert werden soll, was ich als Firmeninhaber sehr begrüße.
      Sie sprechen in Ihrer Mail mich drauf an, dass unsere Kuchenstücken sehr unterschiedliche Größen hätten.
      Das kann ich Ihnen so in keinster Weise bestätigen, da alle Kuchen bei uns (außer die runden) ein einheitliches Stück-Maß beim Schneiden des Kuchens bekommen. Diese Schnittvorgänge werden computer-überwacht und falls ein Stück in der Größe abweichen würde, wird dies automatisch von der Maschine ausgesondert und kommt so nicht zur Auslieferung in unsere Geschäfte.
      Falls ich Ihren Tipp, den Sie mir in Ihrer Mail hier geben, umsetze und wir in den Abendstunden die meisten Produkte zum halben Preis verkaufen, wäre ich Ihnen sehr dankbar, hier bei uns im Büro zu erscheinen, um mit Ihrer Unterschrift die Haftung für dieses Unternehmen mit mir zusammen zu übernehmen.
      Ich glaube nicht, dass es Mitarbeiter bei uns im Haus gibt, die dann bei der Umsetzung Ihres Tipps, auf den halben Lohn verzichten, weil am Ende des Tages nicht mehr genug Geld in der Kasse ist.
      Sie können mich beim Wort nehmen- sobald Sie mit Ihrer Unterschrift die Haftung für dieses Unternehmen mit übernehmen, bin ich bereit, meine Backwaren in den Abendstunden zum halben Preis zu verkaufen.
      Als letztes möchte ich Ihnen mitteilen, dass bei uns keine Ware weggeschmissen wird. Die Ware wird täglich von regionalen Tafeln kostenlos abgeholt.
      Mit freundlichen Grüßen
      Stangengrüner Mühlenbäckerei AG
      Volker Seifert

  44. Gerhard Kremmer sagt:

    Sehr geehrter Herr Seifert, bislang haben wir alle Ihre Preiserhöhungen als „werte“ Kunden mitgemacht und auch gegen gewisse Untergewichte des Brotes angekämpft.Jetzt, nach dem „Mindestlohn“, den wir für richtig halten, stellen wir fest, dass sich die Qualität des doppeltgebackenen Brotes verändert hat, indem die Kruste viel weicher und auch die Krume etwas klebrig geworden ist.Das gefällt uns nicht und wir werden noch ein paarmal prüfen, ob sich etwas zum Besseren wendet oder nicht. Ansonsten sagen wir adieu!
    Mit freundlichem Gruß
    G.Kremmer

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Kremmer,
      leider ist mir nichts bekannt, dass es Kundenbeschwerden hinsichtlich Untergewichte bei unseren Broten gegeben hätte.
      Des weiteren haben wir monatlich, seitens des Eichamts Sachsen, Kontrollen in unseren Fachgeschäften, über ordnungsgemäße Beibehaltung des Gewichtes unserer Produkte.
      letzte Woche hatten wir eine große Kontrolle hier bei uns in der Produktion, durch das Eichamt, wo ich persönlich mit dem Kontrolleur Ihre geschriebene Mail zur Auswertung brachte.
      Dieser bestätigte mir, dass bis zum jetzigen Zeitpunkt nichts bekannt wäre über Untergewichte unserer Produkte und nach Rückfrage mit seinem Amtsleiter, auch diesbezüglich keinen weiteren Verfahren in anderen Städten anhängig sind. Es tut mir leid, ich kann Ihre Meinung so nicht bestätigen.
      Es ist richtig, Herr Kremmer, dass wir in den letzten Wochen, leichte Schwankungen bei unserem Mühlenbrot hatten.
      Diese Qualitätsverfehlungen beruhen hauptsächlich darauf, dass die Getreidespeicher mit dem Getreide aus dem Vorjahr geleert wurden und bei Getreide, welches länger abgelagert wird, der Eiweißgehalt steigt, so dass die Kleberintensität im Brot unterschiedlich ausfallen kann.
      Da wir keine chemischen Zusätze in unsere Backwaren beigeben, sondern rein auf natürliche Rohstoffe setzen, kann es immer wieder zu leichten Qualitätsschwankungen kommen.
      Hierfür möchte ich mich bei Ihnen in aller Form entschuldigen, kann Ihnen aber leider kein Versprechen geben, dass dies nicht wieder vorkommen könnte.
      Aber ich verspreche Ihnen, dass wir uns täglich bemühen, die geforderte Qualität und unser Qualitätsversprechen gegenüber unseren Kunden zu 100% umzusetzen.
      Ich denke, Sie geben mir Recht, dass zur Zeit unser Mühlenbrot wieder qualitativ so gut ist, wie es unsere Kunden von uns gewöhnt sind.
      Für Ihre Verständnis bedanke ich mich im voraus.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Stangengrüner Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  45. Bernd Ratzel sagt:

    Sehr geehrter Herr Seifert,

    es ist spannend zu lesen, wie und in welcher Weise Offenheit durch teilweise heftige Kritik honoriert wird – bis hin zu Angriffen auf die persönliche Integrität, aber es gibt natürlich auch viel Lob!
    Ob es letztlich gut und richtig war, den Mindestlohn einzuführen, wird die nahe Zukunft zeigen. Aktuell steigen jedoch zunächst in vielen Bereichen, in denen bisher überwiegend niedrige Löhne bezahlt wurden, die Preise. (Dies gilt nicht nur für Bäcker, sondern auch z.B. im Friseurhandwerk).
    Hohe Qualität, gutes Verkaufspersonal und Frische lassen sich aber nicht „billig“ verkaufen, sondern eine hohe Qualität hat seinen vernünftigen Preis, auch wenn es dabei leichte Schwankungen durch eine weitestgehend chemiefreie Produktion geben kann. Dies ist durchaus akzeptabel, da es niemals alle Produkte betrifft, sondern immer nur einige wenige für einen sehr kurzen Zeitraum.
    Ihre Preise sind aus Sicht der hiesigen Preise eher moderat bis mittel anzusehen, keinesfalls überteuert – auch wenn manch einer anderer Meinung ist. Meiner Ansicht nach gelingt Ihnen der Spagat zwischen regionaler Kaufkraft und Kostendeckung ganz gut – viele vergessen (unterschlagen?), dass Sie seit vielen Jahren einer der größten Arbeitgeber der Region sind.
    Die Nebenkriegsschauplätze in Bezug auf Privatfahrzeug zeigen eher eine emotionale bzw. moralisch eingeschränkte Sichtweise auf denn eine sachliche Betrachtung. Die Leasingkosten für ein hochwertiges Fahrzeug liegen oft weit unterhalb der 1000,- Euro Marke und ein „kleineres“ Fahrzeug meist nur 200-300 Euro darunter. Personal mit dieser Kostendifferenz Gehaltstechnisch aufzubessern, würde bedeuten, jeder Ihrer Mitarbeiter bekäme immerhin 1 Euro mehr – wohlgemerkt – pro Monat.
    Aber Polemik, die auf Missgunst anderer aufbaut, scheint wieder einmal wirkungsvoller zu sein als Sachlichkeit.
    Sinnvoller wäre es, wenn Unternehmenssteuern gesenkt, zusätzliche Abgaben gestrichen, unsinnige Verordnungen abgeschafft oder ungerechte Umverteilungen wie z.B. bei den Energiekosten vermieden werden würden.
    Aber dies liegt leider nicht in Ihrer Hand – aber in der Hand all jener, die die jetzige Landes- und Bundesregierung gewählt haben: Ihre Kunden und Mitarbeiter!
    Machen Sie ihnen weiter Mut, die Probleme dort anzusprechen, damit dort auch Lösungen gefunden werden.
    Bis dahin werden Sie sich bemühen, so denke ich, trotz aller Unwägbarkeiten und Vorgaben das Unternehmen kostendeckend zu gestalten, um Arbeitsplätze zu erhalten oder neue zu schaffen.
    Unabhängig vom Mindestlohn ist das bereits eine gute Sache für die Region.

    Mit freundlichem Gruß
    B. Ratzel

  46. Frau Kaiser sagt:

    Guten Tag,
    Ich begrüße die Einführung des Mindestlohnes, denn jeder muß von seiner Arbeit leben können und sich auch „Ihre“ Produkte leisten können. Wenn das mit einer Preiserhöhung einhergeht, ist das für den Verbraucher natürlich nicht so erfreulich. Mir ist wichtig, dass man für höhere Preise auch Qualität bekommt. Eines stört mich bei Ihren Produkten, die vielen Zusatzstoffe mit den E-Nummern. Sicher werden Sie erklären, dass sie irgendwie benötigt werden, aber man findet kein Backrezept in Büchern oder Backrezepte von Konditormeistern in Fernsehsendungen, die derartige Zusatzstoffe verwenden. Auch ich backe Kuchen, Torten und Brot ohne diese Zusatzstoffe. Eine Reduzierung wäre sehr wünschenswert.
    Freundliche Grüße
    K. Kaiser

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrte Frau Kaiser,
      ich muss Ihnen ja beipflichten- ich bin selbst ein starker Verfechter von natürlichen Lebensmitteln und ich kann Ihnen versichern, dass wir ständig bemüht sind, Backwaren herzustellen, welche natürliche und reine Rohstoffe beinhalten.
      Wenn ich alleine bei unserem Grundrohstoff Mehl beginne, ist ist schon die erste E-Nummer vorhanden -nämlich Ascorbinsäure (Zitronensäure). Diese Zitronensäure ist ein natürliches biologisches Produkt, welches beim Vermahlen des Getreides von der Mühle in geringen Mengen zugesetzt wird, um einen stabilen Kleber (Eiweiß)zu erhalten.
      Werte Frau Kaiser, nicht alles was mit E-Nummern versehen ist, ist Chemie. Es gibt viele biologische, organische Stoffe, welche mit E-Nummern gekennzeichnet sind.

      Da alle Hersteller von Lebensmitteln ab dem 01.01.2015 verpflichtet sind, lt. EU-Gesetz, einheitlich alle verarbeiteten Stoffe, welche das Lebensmittel beinhaltet, zu kennzeichnen und offen zu legen, ist es ein Muss dieser Kennzeichnungspflicht nachzukommen um unseren Kunden die kompletten Informationen nicht vorzuenthalten.
      Dies machen wir schon seit den letzten 2 Jahren, ohne dass wir vom Gesetzgeber dazu aufgefordert wurden.
      Es ist richtig, wenn Sie zuhause backen und kochen, dass einige verarbeitete Nahrungsmittel noch nicht ausreichend gekennzeichnet sind. Sie werden sehen, ab 01.01.2015, wenn das Gesetz durchgeführt wird, was bei den Backmischungen und verschiedenen Rohstoffen für den Hausgebrauch alleine da ausgewiesen wird.
      Ich finde generell die gesamte Geschichte sehr richtig, da so jeder Kunde für sich entscheiden kann, nach seinem Gesundheitszustand, ob Allergiker oder nicht, welche Produkte er zu sich nimmt.
      Falls Interesse Ihrerseits vorliegt, mit mir persönlich noch einmal genauer über die Problematik sprechen zu wollen, würde ich mich freuen Sie hier in Lengenfeld zu einer Tasse begrüßen zu dürfen und mit einer Produktionsführung Ihnen nachzuweisen, dass in den Produkten der Stangengrüner Mühlenbäckerei viele Rohstoffe auf natürlicher Basis verarbeitet werden und auf Chemie hauptsächlich verzichtet wird.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  47. Marcel Franz sagt:

    Letzendlich muß man Eines einmal klarstellen. Die Einführung des Mindestlohnes, stellt eine gewisse „waffengleichheit“ im untersten Lohnniveau dar.Alle müssen zumindest die gleichen unteren Löhne zahlen. Das geschäft darüber bestimmt nach wie Vor das unternehmerrische Handeln von Einkauf und Verkauf.Wenn ein Unternehmen jetzt MIT dem Mindestlohn auf einmal NICHT mehr klarkommt, muß ich klar sagen, dann hatte man wohl das falsche geschäftsmodell gewählt und währe einmal lieber in den Bankensektor gegangen ?Wer sein geschäftsmodell NUR auf Niedriglöhne aufbaut, kann langfristig keinen substantiellen Bestand am Markt haben.Deswegen ist es etws peinlich , daß es erst der Politik bedarf , die per zwang eine Untergrenze in der Entlohnung einführt, da Unternehmer nur selten freiwillig MEHR abgeben, war es wohl Richtig, zumal den Mindestlohn ja dnan alle zahlen müssen.Ihr STangengrüner bleibt am Ball, und macht euer Ding, so wie es ein Unternehmen verlangt. Udn wenn manches nicht so läuft, ist auch noch keinmensch gestorben wnen man mal wieder ein paar Filialen schlißen muß.Das leben geht weiter, hauptsache am ende der Bilanz steht eine Schwarze zahl. Denn ein Unternehmen ist kein Wohltätigkeitsbetrieb, sondern basiert nur darauf am Ende etwas mehr Eingenommen zu haben als man Ausgeben muß.Das muß man allen Preiskritikern hier mal raten.Und entschuldigung..in weiten Teilen Bayerns zahlt man für die Doppelsemmel schon zwischen 50 und 60 Cent…aber dies nur Nebenbei.Wir leben ja auch mit Inflation, das sind preisteigerungen an der Tagesordnung aber auch bei Löhnen und renten, gerade im Osten, werden die renten zu zeit stärker erhöht u eine angleichung an den Westen zu bekommen.Wer heute nur noch auf Billig setzt, macht eine Milchmädchenrechnung an der Qualität!Und denkt immer daran liebe Leser, so günstig wie die Brötchen und der Kuchen , heute 2014 sind….werden sie 2024 mit SICHERHEIT nicht mehr sein. Aber dies gilt für alle Preise. Deswegen nicht mehr rummeckern hier wegen Preiserhöhungen..und einfach kaufen, was einem schmeckt, So „günstig“wie jetzt wirds eh nie mehr werden……

    1. VSeifert sagt:

      Sehr geehrter Herr Franz,

      vielen Dank für Ihren Beitrag. Ich kann Ihnen nur zustimmen und bin froh, dass es auch Menschen gibt, die nicht nur vorwärts und rückwärts kennen, sondern auch rechts und links.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Mühlenbäcker
      Volker Seifert

  48. Thomas sagt:

    Ein toller Artikel mit ganz wichtigen Punkten, die defintiv zum Nachdenken anregen und wirklich in die unterschiedlichsten Richtungen gehen.

  49. Jens Nissen sagt:

    Ich begrüße diese offensive Vorgehenseise sehr. Das zeugt von Transparenz. Die genannten Zahlen gerade im Einkauf kann ich als Kollege zum Großteil bestätigen. Durch Mischkalkulation läßt sich einiges Abfedern aber manche Preise explodieren förmlich ohne erkennbaren Grund. Ich beglückwünsche Sie insgesamt zu Ihrer offenen FirmenPolitik

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>